Ist totale wirtschaftliche Gleichheit der Menschen ein erstrebenswertes Ziel?

March 15th, 2013 by Fernández, Sofía

By Sofía Fernández (1998) and Mikel Bilbao (1998), Deutsche Schule Bilbao/Spain.

Global distribution of wealth 2012 - wikipedia

The authors wonder if lessons from history for a better future can be drawn, especially regarding communism and its ideal of complete economic equality.

In der Vergangenheit trafen die Menschen viele falschen Entscheidungen, die oft schlimme Folgen hatten, wie im Fall der zwei Weltkriege, in denen insgesamt ungefähr 65 Millionen Leute ums Leben kamen. Eigentlich sollte man jetzt annehmen, wir hätten die Lektion gelernt und so etwas würde nie wieder vorkommen… Aber ist das wirklich so, oder werden wir wahrscheinlich die gleichen Fehler machen wie damals? Was haben wir wirklich daraus gelernt?

Ein weiterer Irrtum war der Kommunismus. Der Kommunismus hatte eine bestimmte Vorstellung von einer idealen Menschengesellschaft: Alle Menschen sollten über das gleiche Eigentum verfügen und es durfte keine Geldunterschiede geben, zwischen Armen und Reichen. Somit wollte man erreichen, dass die Armut verschwand, und das Geld gerechter verteilt wurde.

Doch nach einigen Jahren merkte man, dass der Schuss nach hinten los ging. Man hatte zwar mit dieser Maßnahme geschafft, dass es in der Gesellschaft keine Armut mehr gab, man hatte aber nicht mit den Folgen gerechnet. Leute strengten sich nicht mehr an, ihre Arbeit richtig zu machen, da sie wussten, dass sie das Geld später teilen mussten. Außerdem versuchten alle, so wenig wie möglich zu arbeiten, denn sie bekamen das Geld vom Staat ja sowieso. Es war auch unmöglich, beruflich aufzusteigen denn, egal wie sehr man arbeitete; es durfte keine großen Unterschiede geben. Dies führte dazu, dass Leute, die sehr viel Phantasie hatten, diese nicht mehr nutzten, da sie ihnen auch nichts mehr brachte. Es strengte sich also keiner mehr an und die Leute wurden immer fauler.

Man hat festgestellt, dass eine Gesellschaft ohne Unterschiede nicht funktioniert, denn jeder fühlt sich auf andere Weise wohl, und vielleicht gibt sich nicht jeder Bürger mit einem simplen Leben zufrieden, aber vielleicht wollen auch nicht alle Multimillionäre sein. Deswegen war das eine sehr wichtige Lektion für uns. Hoffentlich haben wir daraus gelernt und begehen nicht einen ähnlichen Fehler.

Print version: Ist totale wirtschaftliche Gleichheit der Menschen ein erstrebenswertes Ziel

Geburtstag im Jahr 2100

March 17th, 2013 by Fernández, Sofía

By Sofía Fernández (1998), Deutsche Schule Bilbao/Spain.

We are writing the year 2100. Because of the progress of the medicine, the average life expectancy of the people is over one hundred years meanwhile. Your children, grandchildren and great-grandchildren have arrived to your birthday party. You are asked to tell stories from your life: A short story of the 21. century from the perspective of personal experiences.

zukunft

Heute ist der 30. Juni 2100; ich werde 102 Jahre alt. Ach, wie schnell die Zeit nur vergeht… Es ist, als wäre es gestern gewesen, als ich meine zwei Kinder auf die Welt brachte. Inzwischen sind sie keine Kinder mehr, auch sie sind schon Großeltern wundervoller Zwillinge.

Als ich klein war, mit fünf oder sechs Jahren, zählte ich immer die Tage bis zu meinem Gebutstag. Dieser war der beste Tag des Jahres für mich, noch schöner als die Weihnachtszeit. Ich stand früh am Morgen auf und weckte meine Eltern und meinen Bruder, damit sie mir schnell meine Geschenke gaben. Von meinem Bruder bekam ich immer eine riesengroße Tüte voll mit Süßigkeiten, von denen ich übrigens mehrmals Bauchweh bekam. Es war einfach toll, älter zu werden. Damals wollte ich, dass die Zeit schnell verging; jetzt würde ich die Zeit lieber zurückdrehen.

(…)

Ich kann mich noch gut an mein erstes Dienstmädchen erinnern, als ich noch klein war, Maria hieß sie. Sie kam jeden Morgen zu uns nach Hause und passte auf mich und meinen Bruder auf, wenn meine Eltern mal unterwegs waren. Am meisten Spaß hatte ich, wenn wir zusammen Karten spielten (ungefähr 1000 mal am Tag). Wir gingen auch zusammen spazieren und sammelten Blätter von ganz verschiedenen Bäumen, die ich dann später meiner Mutter schenkte. Später, als Maria mit ihrem Freund nach Madrid zog, kam ein anderes Dienstmädchen zu uns. Ab dem Moment hatten wir jeden Monat ein neues Dienstmädchen zu Hause. Wenn mein Bruder und ich gerade Zeit gehabt hatten, uns ihren Namen zu merken, kam schon die Nächste.

Jetzt habe ich Lupita. Sie ist wie eine Schwester für mich. Sie passt auf mich auf, leistet mir Gesellschaft und kocht für mich. Wenn man sie nicht von der Nähe betrachtet und sieht, dass sie in den Armen und Beinen gar keine Haare hat, merkt man fast gar nicht, dass sie in Wirklichkeit eine Maschine ist! Und das beste ist: Sie kann unheimlich gut mexikanisch kochen (mein absolutes Lieblingsessen!!). Das wird es heute Nachmittag zu essen geben, wenn meine Familie später zu mir nach Hause kommt.

Außerdem muss man jetzt nicht immer ein Dienstmädchen suchen, so wie früher. Jetzt geht man einfach in den Laden und bestellt eines. Man kann alles wählen: Augenfarbe, Hautfarbe, Haarfarbe, Größe und alles andere, so wie bei einer Puppe. Meistens dauert es ein paar Stunden, bis es fertig ist, aber dafür hält es ein Leben lang.

(Drei Stunden später)

Langsam kommen alle herein. Es kommen meine Söhne, John und Leon; meine Tochter Lisa, meine Enkel Luna, Lea, Michaela und Alex, und meine Urenkel, die Zwillinge Peter und Günter. Sie alle bringen Geschenke mit.

John und seine Frau sind extra aus Venezuela gekommen, um meinen Geburtstag zu feiern. Sie sind mit ihrem neuen Turbolexx3000 her geflogen. Das ist eine Art Raumschiff, womit man bis zu 1000 km die Stunde fahren kann. Als ich klein war, war die Höchstgeschwindigkeit, die man mit einem Auto erreichen konnte 300 km/h.

Lea, meine Enkeltochter, die vor einem Monat 32 Jahre alt wurde, bekam von ihrem Mann zum Geburtstag eine der neusten technologischen Erfindungen geschenkt: die Lilix22805. Das ist ein Armband, das man am Handgelenk festmacht. Man muss dann nur eine Adresse eingeben und schon wird man dorthin transportiert. Ich fand das unglaublich, als sie mir das zeigte. Das würde einem GPS in meiner Jugend entsprechen.

Wenn ich meiner Familie Geschichten aus meiner Jugend erzähle, glauben sie mir manchmal gar nicht. Sie können zum Beispiel nicht glauben, dass ich ernsthaft zur Schule ging. Jetzt gehen sie in ein Zimmer und machen dort Unterricht, ohne auch nur einmal aus dem Haus zu gehen. Dieses Zimmer kann sich in alle möglichen Orte verwandeln: Schule, Schwimmbad, Turnhalle, Schlafzimmer… alles virtuell.

Es ist einfach unglaublich, wie sehr sich alles verändert hat in den letzten Jahren… Und das erleichtert zwar den Alltag um einiges, aber ich muss zugeben, herkömmliche Schulen und Handys gefielen mir besser.

Print version: Geburtstag im Jahr 2100 – Sofia Fernandez

Kommentar zum Artikel „Keine Zeit“ von Maria Buchegger

March 17th, 2013 by Fernández, Sofía

By Sofía Fernández (1998), Deutsche Schule Bilbao/Spain.

Hallo Maria,

ich bin Sofía aus Bilbao, einer nicht besonders großen Stadt im Norden Spaniens. Ich wollte gerne einen Kommentar liefern zu deinem Artikel, denn ich finde das Thema, worüber du geschrieben hast, sehr interessant.

Ich bin ganz deiner Meinung, heutzutage hat man immer weniger Zeit für sich selbst. Ein Schüler muss zum Beispiel morgens zur Schule, kriegt Hausaufgaben auf, und wenn er die fertig hat, muss er vielleicht noch irgendeinen Sport machen oder ein Instrument spielen, sodass ihm nur noch sehr wenig Zeit übrig bleibt.

In unserer Gesellschaft legt man sehr viel Wert auf den materiellen Erfolg. Dennoch haben Studien gezeigt, dass wenn man die Grundbedürfnisse erfüllt hat, zu denen Nahrung, Wohnung, Kleidung und wenig mehr zählen, einen die materiellen Verbesserungen nicht glücklicher machen. Wird dann nicht vielleicht die Freizeit der wahre Luxus des Leben sein, den sich nur noch die Minderheit leisten kann?

Sofía zeit (1)

 

Kommentar zum Artikel „Ist der ewige Frieden realisierbar?“, von Nikola Schulze Solano

March 17th, 2013 by Fernández, Sofía

By Sofía Fernández (1998), Deutsche Schule Bilbao/Spain.

“Si vis pacem para bellum”. Wenn du Frieden möchtest, bereite dich auf den Krieg vor, lautet ein lateinischer Spruch.

Die Menschen sind von Natur aus egoistisch und wollen immer so viel wie möglich besitzen. Und da die Ressourcen begrenzt sind, entsteht ein Konflikt und jeder Mensch möchte dabei immer den grössten Anteil bekommen. Dieser Wunsch, so viel wie möglich zu haben, kommt auch zwischen den verschiedenen Ländern vor, was die Grenzen oder die natürlichen Ressourcen angeht, wie zum Beispiel Erdöl. Wenn Politiker nicht dazu fähig sind, Konflikte zu lösen, bricht der Krieg aus.

Ich glaube, wir alle wünschen uns ein Leben in Frieden, doch die Menschheit müsste sich noch sehr stark entwickeln, damit dieser Wunsch in Erfüllung geht.

 Nikolas Artikel

friedenstaube

 

Sofía

 

http://traitdunion-online.eu/nikolaschulze/2013/03/15/ewigerfrieden/