By Nikola Schulze Solano (1996), Albert-Einstein-Schule Schwalbach/Germany,
visiting student at Deutsche Schule Bilbao/Spain.

Peace Tattoo San Diego County Fair 2009 - wikipedia

The author analyses the conditions required for eternal peace in the future and compares them with the actual possibilities of nowadays.

Damit der ewige Frieden realisierbar wird, darf es keine Kriege geben, aber was genau versteht man unter einem Krieg?

Politikwissenschaftler haben sich auf eine Definition geeinigt, die besagt, dass wenn es innerhalb eines Jahres mehr als 1000 konfliktbedingte Todesfälle gibt, es sich um einen Krieg handelt. Ethnologen allerdings, denken anders, für sie ist Krieg ein kollektiver Konflikt, der mit tödlichen Waffen ausgetragen wird.

Alle Menschen fürchten  sich vor ihm, aber dennoch gibt es zum jetzigen Zeitpunkt 40 bis 50 Kriege und bewaffnete Konflikte weltweit.

Die Zahl ändert sich seit Jahrzehnten kaum, die Form der Auseinandersetzung allerdings schon. Kriege finden ohne Regeln statt und oft mit äußerster Brutalität. Die Kriegsparteien sind nur noch selten Staaten, sondern immer häufiger ethnische oder religiöse Gruppierungen, Terroristen und Privatarmeen oder Milizen. Der Grund des Krieges ist oft unklar.

 Damit der Krieg aus der Welt geschaffen werden kann, müssen Situationen geschaffen werden, in denen das kriegerische Potenzial gar nicht benötigt wird. Dies  ist nur möglich, wenn eine gerechte Verteilung der Ressourcen und ein offener Zugang zu ihnen ermöglicht wird.

Außerdem muss es einen Abbau von Armut und Hunger geben, sowie Arbeit für möglichst viele. Zufriedene, satte Menschen sind weniger an Krieg interessiert als unzufriedene, hungernde Menschen.

Für die Politik wäre ein erster konkreter Schritt in den Frieden, dass unsere Märkte nicht mehr Produkte aus den armen Regionen der Welt abschotten. Wenn diese Länder mit uns frei handeln könnten, gäbe es weltweit weniger Armut. Der Nachteil daran wäre, dass dies nur zu Lasten der eigenen Landwirtschaft ermöglicht werden könnte.

Um auf den Titel zurückzugreifen, bin ich der Meinung, dass der ewige Frieden im Moment nicht realisierbar ist, da noch zu viel Ungerechtigkeit auf der Welt vorhanden ist. Die Staaten und andere Akteure versuchen, durch Krieg und Gewalt ihr Interesse durchzusetzen, und wenn sie erst einen Krieg begonnen haben, wollen sie den Frieden, aber zu ihren Bedingungen; das allerdings lassen sich die anderen nicht gerne gefallen.

Print version: Der ewige Frieden – Nikola Schulze Solano