Schüler von VIII LO Kraków gestalten die Zukunft (3)

By Monika Żaba (1995) LOK Kraków/Poland

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Wie unsere Welt in 50 Jahren und gesellschaftliches Leben unserer Kinder aussehen wird, resultiert daraus, was für einen Wertesystem wir herausbilden, welche von heutigen Initiativen wir gerne ergreifen und weiterentwickeln werden. Ich möchte hier zwei wohltätige ehrenamtliche Aktionen erwähnen, an denen sich viele von meinen Mitschülern engagieren, und zwar sogenannte „Großherziges Paket” und „Das Große Orchester der Weihnachtshilfe“.

Mit der landesweiten Initiative „Großherziges Paket” wird den ärmsten Menschen in Polen seit 2001 durch Vermittlung vom Verein „Frühling” geholfen. An dieser vorweihnachtlichen Aktion, die auf die hilfsbedürftigen Familien gerichtet ist, hat unsere Schule im Dezember 2012 schon zum sechsten Mal teilgenommen. Wir haben 50 Pakete für 3 Familien vorbereitet. Mit dem unter der Schulgemeinschaft gesammelten Geld wurden unter anderem ein Staubsauger, eine Saftpresse, ein Tisch mit den Stühlen, ein Rehabilitationsgerät, Kleidung und benötige Lebensmittel gekauft. In diesem Jahr haben diese Aktion an unserer Schule unsere Klassenkameradinnen Ania Przetaczek und Kasia Sieradzka koordiniert, und von den Lehrkräften unsere Schulpädagogin Frau Elżbieta Zielińska-Peszko und unsere Schulpsychologin Frau Stanisława Jaromin. Und wie erklären Ania und Kasia ihre Teilnahme an dieser Hilfsaktion?

„Mit dieser Aktion wollten wir sowohl den von uns aus Internetbasis gewählten armen Familien helfen, als auch bei unseren Mitschülern eine Sensibilität für die Bedürfnisse anderer entwickeln.” Ania

  „Vielleicht haben wir bei einigen auch das Gefühl der gesellschaftlichen Verantwortung

und die Lust, aktiv am Leben der lokalen Gesellschaft teilzunehmen, erweckt.“

Kasia

Das Große Orchester der Weihnachtshilfe – die nichtstaatliche Wohltätigkeitsorganisation wirkt in Polen seit 1993. Am ersten oder zweiten Sonntag im neuen Jahr sammeln über 120.000 Freiwillige im ganzen Land Geld für die medizinische Versorgung polnischer Kinder. Alle Leute, die Geld gespendet haben, bekommen zum Dank ein großes rotes Herz (Aufkleber). Im Januar 2013 wurden doch die Spenden nicht nur für die Lebensrettung kranker Kinder sondern auch zum ersten Mal für die würdige medizinische Versorgung der Senioren gesammelt. Unsere Schule hat sich in diesem Jahr zum ersten Mal daran engagiert. 86 unsere Mitschüler (15 von unserer Klasse) haben bei dieser Hilfsaktion als Freiwillige mitgemacht. Es hat ihnen gelungen, fast 22 000 Zloty (5500 Euro) zu sammeln. Wenn jemand sich die Frage stellt, warum sich junge Menschen so zahlreich engagieren, findet er die Antwort in kurzen aussagen meiner Klassenkameradinnen:

„Ich war zehn Stunden als Freiwillige bei diesem „Orchester” tätig, weil ich mindestens

auf diese Weise den Kranken helfen wollte. Man weiß nie, was die Zukunft mitbringt.” 

Karolina

„Als das in unserer Klasse vorgeschlagen wurde, habe ich mich sofort gemeldet.

Wenn die Krankenhäuser und Polikliniken besser ausgestattet würden,

könnten mehr Menschenleben gerettet werden.”

Monika

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich solches Engagement der jungen Menschen schön finde. Das gibt die Chancen auf sicheres Leben und die Hoffnung auf menschenfreundliche Welt, in der man sich auf die Mitmenschen verlassen kann. 

Ich würde gerne wissen, ob die jungen Menschen im Ausland auch an solchen karitativen Hilfsaktionen aktiv teilnehmen und was ihr darüber denkt? Sind das – eurer Meinung nach – gute Ansichten für die Zukunft?

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One Response to “Schüler von VIII LO Kraków gestalten die Zukunft (3)”

  1. Kommentar von Bettina Gugerell (BORG KREMS, 1996):
    Ich finde solche Hilfsorganisationen wie „Großherziges Paket“ oder „Das große Orchester der Weihnachtshilfe“ sinnvoll und notwendig, damit auch die Ärmsten der Armen Hilfsgüter von jenen bekommen, die im Überfluss leben. Auch wir machen zu Weihnachten immer eine Spendenaktion, die von einer Bank ausgeht. Jeder Bewohner unserer Stadt kann Schuhkartons abgeben, die mit Spielsachen, Gewand, Büchern, Stiften, etc. gefüllt sind. Diese werden dann an Waisenheime nach Osteuropa gebracht. Denn jeder kann eine Kleinigkeit dazu beitragen, die Lebenssituation, gerade zu Weihnachten, für arme Menschen etwas freundlicher und friedlicher zu gestalten. Es gibt viele Menschen, die denken, dass man mit diesen Kleinigkeiten nichts ausrichten kann, aber genau diese Dinge können für manche Menschen sehr viel bedeuten. Diese Leute können mit diesen Kleinigkeiten, ihren Kindern, Verwandten oder Freunden eine große Freude bereiten, weil nicht die Größe der Geschenke, sondern auch die Geste zählt. Außerdem kostet es nichts, außer etwas Zeit, den Karton mit Dingen zu befüllen, denn im Großen und Ganzen spendet man Sachen, die wir im Überfluss haben. Gratulation zu dieser großartigen Idee!