In diese Richtung begibt sich die Welt? Kommentar zum Artikel „Das bringt mehr ernsthafte Folgen“ von Karolina Kempkowska (5)

By Monika Żaba (1995) LOK Kraków/Poland

Deine  Zukunftsvorstellungen bestätigt mein Interview, das ich gestern mit einem Menschen der Zukunft  geführt habe.

Journalist: Guten Tag. Heute versetzen wir uns ins Jahr 3550. Hallo! Haben wir Verbindung?

Mensch der Zukunft: Guten Tag. Ich höre und sehe Sie ganz gut. In meinen Zeiten ist die Technologie schon hoch entwickelt.

Journalist: Sagen Sie uns, was sich im Vergleich zum 21-sten Jahrhundert  geändert hat. Benutzen Sie noch einen Fernseher, einen Computer und ein Telefon? Gibt es überhaupt so etwas?

Mensch der Zukunft: Ich verfüge über eine kleine Anlage, die alle solche Funktionen erfüllt. Alles in einem. Ich habe eine spezielle Kappe auf, die meine Gedanken liest und das entspreche Signal weiter zu meiner Hauptvorrichtung  überträgt. Kurz gesagt, sie macht das, was ich will. Wenn ich z.B. Lust auf Kaffee habe, reicht es, dass ich nur daran denke und eine Tasse Kaffee steht nach 2 Minuten auf meinem Schreibtisch. Absichtlich ausgebildeter Roboter bringt mir, was ich will.

Journalist: Das finde ich sehr interessant, aber wenn sie keine Pflichte und Aufgaben haben und ganze Zeit in seinem Zimmer sitzen bleiben, dann haben sie sicher Probleme mit Ihrer Gesundheit.

Mensch der Zukunft: In keinem Fall. Ich fühle mich ganz gut. Viele Vitamine und Mineralstoffe, dazu regelmäßige Massagen und Fitnessclub. Außerdem haben wir heilsame Medikamente gegen jede Krankheit.

Journalist: Prima! Beneidenswert. Ich würde auch gerne wissen, wie Ihre Beziehungen mit anderen Menschen aussehen?

Mensch der Zukunft: In diesem Aspekt sind Ihre Zeiten viel besser als meine. Wir treffen uns mit unseren Freunden und Bekannten sehr selten, weil der Roboter statt uns die Einkäufe macht und Gebühren bezahlt. Wir arbeiten gewöhnlich zu Hause. So leben wir in einer virtuellen Welt, wo wir nie alleine sind und deswegen finden wir direkte Kontakte mit den Mitmenschen überflüssig.

Journalist: Wieso? Unsere Welt begibt sich wirklich in diese Richtung? Hm… Vielen Dank für ein interessantes Interview.

Mensch der Zukunft: Bis zum Treffen in der Zukunft! Können sie sich schon so wie wir teleportieren?

Journalist: Leider noch nicht. Aber nach dem Gespräch mit Ihnen weiß ich nicht, ob wir das überhaupt wollen?

3 Responses to “In diese Richtung begibt sich die Welt? Kommentar zum Artikel „Das bringt mehr ernsthafte Folgen“ von Karolina Kempkowska (5)”

  1. Echt tolles Interview!!Echt beeindruckend wie du das dargestellt hast. Ich finde es auch sehr wichtig persönliche Kontakte aufzubauen denn nur so kann man sich richtig weiterentwickeln.Ich hoffe wirklich das die Menschen einsehen das das echte Leben draußen vor der Tür ist und nicht im Internet. Heutzutage kann man alles mit Hilfe des Internets machen..arbeiten,den “perfekten Partner”finden und sogar einkaufen. Man genießt das Leben nicht in vollen Zügen sondern konzentriert sich aufs angenehme komfortable Leben ohne jede große Anstrengung.Falsch wäre es allerdings auch die positiven Seiten zu vergessen. Der Schlüssel liegt darin die richtige Balance zu finden.

  2. Vielen Dank für dieses tolle Interview! Ich stimme deinen Überlegungen zu; ich finde, dass schon heute die sozialen Netzwerke zu viel Macht über uns haben. Viele von uns kommunizieren hauptsächlich über Facebook und Ähnliches und treffen sich kaum noch persönlich. Aber woher soll ich bei Facebook wissen, wer wirklich mit mir befreundet ist und wer nur virtuell? Ich finde, dass persönliche soziale Kontakte wieder einen größeren Stellenwert einnehmen sollten. Momentan ist die Situation noch nicht ganz so dramatisch wie von dem Mensch der Zukunft in deinem Artikel dargestellt, aber ich glaube wir sind genau auf diesem Weg. Deswegen finde ich, wir sollten uns genau überlegen, ob wir etwas wirklich auf Facebook posten wollen oder es demjenigen lieber persönlich sagen.