Schüler von VIII LO Kraków gestalten die Zukunft (3)

February 16th, 2013 by Żaba Monika

By Monika Żaba (1995) LOK Kraków/Poland

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Wie unsere Welt in 50 Jahren und gesellschaftliches Leben unserer Kinder aussehen wird, resultiert daraus, was für einen Wertesystem wir herausbilden, welche von heutigen Initiativen wir gerne ergreifen und weiterentwickeln werden. Ich möchte hier zwei wohltätige ehrenamtliche Aktionen erwähnen, an denen sich viele von meinen Mitschülern engagieren, und zwar sogenannte „Großherziges Paket” und „Das Große Orchester der Weihnachtshilfe“.

Mit der landesweiten Initiative „Großherziges Paket” wird den ärmsten Menschen in Polen seit 2001 durch Vermittlung vom Verein „Frühling” geholfen. An dieser vorweihnachtlichen Aktion, die auf die hilfsbedürftigen Familien gerichtet ist, hat unsere Schule im Dezember 2012 schon zum sechsten Mal teilgenommen. Wir haben 50 Pakete für 3 Familien vorbereitet. Mit dem unter der Schulgemeinschaft gesammelten Geld wurden unter anderem ein Staubsauger, eine Saftpresse, ein Tisch mit den Stühlen, ein Rehabilitationsgerät, Kleidung und benötige Lebensmittel gekauft. In diesem Jahr haben diese Aktion an unserer Schule unsere Klassenkameradinnen Ania Przetaczek und Kasia Sieradzka koordiniert, und von den Lehrkräften unsere Schulpädagogin Frau Elżbieta Zielińska-Peszko und unsere Schulpsychologin Frau Stanisława Jaromin. Und wie erklären Ania und Kasia ihre Teilnahme an dieser Hilfsaktion?

„Mit dieser Aktion wollten wir sowohl den von uns aus Internetbasis gewählten armen Familien helfen, als auch bei unseren Mitschülern eine Sensibilität für die Bedürfnisse anderer entwickeln.” Ania

  „Vielleicht haben wir bei einigen auch das Gefühl der gesellschaftlichen Verantwortung

und die Lust, aktiv am Leben der lokalen Gesellschaft teilzunehmen, erweckt.“

Kasia

Das Große Orchester der Weihnachtshilfe – die nichtstaatliche Wohltätigkeitsorganisation wirkt in Polen seit 1993. Am ersten oder zweiten Sonntag im neuen Jahr sammeln über 120.000 Freiwillige im ganzen Land Geld für die medizinische Versorgung polnischer Kinder. Alle Leute, die Geld gespendet haben, bekommen zum Dank ein großes rotes Herz (Aufkleber). Im Januar 2013 wurden doch die Spenden nicht nur für die Lebensrettung kranker Kinder sondern auch zum ersten Mal für die würdige medizinische Versorgung der Senioren gesammelt. Unsere Schule hat sich in diesem Jahr zum ersten Mal daran engagiert. 86 unsere Mitschüler (15 von unserer Klasse) haben bei dieser Hilfsaktion als Freiwillige mitgemacht. Es hat ihnen gelungen, fast 22 000 Zloty (5500 Euro) zu sammeln. Wenn jemand sich die Frage stellt, warum sich junge Menschen so zahlreich engagieren, findet er die Antwort in kurzen aussagen meiner Klassenkameradinnen:

„Ich war zehn Stunden als Freiwillige bei diesem „Orchester” tätig, weil ich mindestens

auf diese Weise den Kranken helfen wollte. Man weiß nie, was die Zukunft mitbringt.” 

Karolina

„Als das in unserer Klasse vorgeschlagen wurde, habe ich mich sofort gemeldet.

Wenn die Krankenhäuser und Polikliniken besser ausgestattet würden,

könnten mehr Menschenleben gerettet werden.”

Monika

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich solches Engagement der jungen Menschen schön finde. Das gibt die Chancen auf sicheres Leben und die Hoffnung auf menschenfreundliche Welt, in der man sich auf die Mitmenschen verlassen kann. 

Ich würde gerne wissen, ob die jungen Menschen im Ausland auch an solchen karitativen Hilfsaktionen aktiv teilnehmen und was ihr darüber denkt? Sind das – eurer Meinung nach – gute Ansichten für die Zukunft?

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In diese Richtung begibt sich die Welt? Kommentar zum Artikel „Das bringt mehr ernsthafte Folgen“ von Karolina Kempkowska (5)

December 13th, 2012 by Żaba Monika

By Monika Żaba (1995) LOK Kraków/Poland

Deine  Zukunftsvorstellungen bestätigt mein Interview, das ich gestern mit einem Menschen der Zukunft  geführt habe.

Journalist: Guten Tag. Heute versetzen wir uns ins Jahr 3550. Hallo! Haben wir Verbindung?

Mensch der Zukunft: Guten Tag. Ich höre und sehe Sie ganz gut. In meinen Zeiten ist die Technologie schon hoch entwickelt.

Journalist: Sagen Sie uns, was sich im Vergleich zum 21-sten Jahrhundert  geändert hat. Benutzen Sie noch einen Fernseher, einen Computer und ein Telefon? Gibt es überhaupt so etwas?

Mensch der Zukunft: Ich verfüge über eine kleine Anlage, die alle solche Funktionen erfüllt. Alles in einem. Ich habe eine spezielle Kappe auf, die meine Gedanken liest und das entspreche Signal weiter zu meiner Hauptvorrichtung  überträgt. Kurz gesagt, sie macht das, was ich will. Wenn ich z.B. Lust auf Kaffee habe, reicht es, dass ich nur daran denke und eine Tasse Kaffee steht nach 2 Minuten auf meinem Schreibtisch. Absichtlich ausgebildeter Roboter bringt mir, was ich will.

Journalist: Das finde ich sehr interessant, aber wenn sie keine Pflichte und Aufgaben haben und ganze Zeit in seinem Zimmer sitzen bleiben, dann haben sie sicher Probleme mit Ihrer Gesundheit.

Mensch der Zukunft: In keinem Fall. Ich fühle mich ganz gut. Viele Vitamine und Mineralstoffe, dazu regelmäßige Massagen und Fitnessclub. Außerdem haben wir heilsame Medikamente gegen jede Krankheit.

Journalist: Prima! Beneidenswert. Ich würde auch gerne wissen, wie Ihre Beziehungen mit anderen Menschen aussehen?

Mensch der Zukunft: In diesem Aspekt sind Ihre Zeiten viel besser als meine. Wir treffen uns mit unseren Freunden und Bekannten sehr selten, weil der Roboter statt uns die Einkäufe macht und Gebühren bezahlt. Wir arbeiten gewöhnlich zu Hause. So leben wir in einer virtuellen Welt, wo wir nie alleine sind und deswegen finden wir direkte Kontakte mit den Mitmenschen überflüssig.

Journalist: Wieso? Unsere Welt begibt sich wirklich in diese Richtung? Hm… Vielen Dank für ein interessantes Interview.

Mensch der Zukunft: Bis zum Treffen in der Zukunft! Können sie sich schon so wie wir teleportieren?

Journalist: Leider noch nicht. Aber nach dem Gespräch mit Ihnen weiß ich nicht, ob wir das überhaupt wollen?

Qual der Wahl (4)

November 22nd, 2012 by Żaba Monika

By Monika Żaba (1995) LOK, Weronika Dyras (1995) LOK Kraków/Poland

Was soll ich für meine persönliche Entwicklung tun?

Meine größte Leidenschaft, die bei mir von der Kindheit gepflegt wurde, ist das Reiten.  Mit Monika könnten wir den ganzen Tag bei unseren lieben Pferden Flip und Flapp verbringen. Seit lange freuen wir uns auf gemeinsame Ferien im weltbekannten Gestüt in Janowo Podlaskie. Das haben wir in der Jugendeuropameisterschaft  gewonnen. Dort können wir unter den Augen vom berühmten Jockey Marcus Ehning trainieren und vom ihm viel beibringen. So einfach ein großer Schritt vorwärts gehen. Nebenbei so schöne Umgebung von großen Wäldern und breiten Wiesen. Endlich eine richtige Entspannung nach der anstrengenden Schulzeit. Und obendrein in der Gesellschaft der  besten Freundin. Wie schön?

Aber …

Mein Vater hat ein günstiges Angebot der Sprachreise nach München erhalten. Für ihn bedeutet das außergewöhnliche Gelegenheit, Sprachkenntnisse zu verbessern, die man unbedingt ausnutzen muss. Einen Monat in so schöner Stadt. Unterkunft bei einer netten Familie mit der ganztätigen Verpflegung. 5 Stunden Deutsch pro Tag, natürlich mit dem Muttersprachler. Zahlreiche Ausflüge durch ganz Bayern und verschiedene Kulturveranstaltungen mit den Jugendlichen aus ganzer Welt. Toll! Und nur 300 Euro (10 Euro pro Tag). Das ist einfach vom Himmel geschenkt. Ausgerechnet vor der DSD-Prüfung und Abitur. Man kann nur profizieren, indem man Deutsch verbessert, neue Kultur, Tradition, Sitten und Bräuche kennen lernt und neue Freundschaften schließt.

Leider ist das in demselben Termin, wie mein ausgeträumtes Reiten-Lager. Worauf sollte ich verzichten? Zwar mag ich Deutsch und Deutschlernen finde ich sehr wichtig, aber Reiten ist mein ganzes Leben. Monika überredet mich, dass ich mit ihr nach Janowo Podlaskie fahre. Die Eltern bestehen für die Sprachreise, die der Vater nur dank seinen Bekanntschaften bekommen hat.

Wer hilft mir, die richtige Entscheidung zu treffen? Sollte ich den Eltern gehorsam sein oder eher sich nach eigenen Interessen richten? Was würdet ihr an meiner Stelle wählen?

Ist die Emigration ein guter Ausweg?

May 20th, 2012 by Żaba Monika

Der Ausweg aus der schweren politischen Situation Polens, der vom Einzelnen oft gewählt wurde war und weiter ist die „vielversprechende“ Emigration.

Die polnischen Flüchtlinge nach den Volksaufständen im 19. Jahrhundert wanderten hauptsächlich nach Frankreich, England, Deutschland, in die Schweiz und nach Nordamerika. Das waren vor allem Dichter (Adam Mickiewicz), Künstler (Fryderyk Chopin), Politiker (Joahim Lelewel), die ihr künstlerische Schaffen oder politische Tätigkeit im Ausland fortsetzten. So lebte unser Land, das auf der Landkarte Europas nicht mehr existierte.

Von der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1939 entwickelte sich Erwerbsemigration. Die Arbeiter zogen nach Frankreich, Belgien und Deutschland, die Bauer in die Vereinigten Staaten von Amerika, nach Kanada, Brasilien und Argentinien. Die Fahrt mit den überfüllten Schiffen dauerte gewöhnlich einige Monate und endete auf der Insel Ellis Island, die von den Angekommenen „Schlüssel“ genannt wurde. Sie eröffnete die Tür zum besseren Leben.  Sehr viele wurden doch von der amerikanischen Regierung nicht aufgenommen und mussten nach Polen zurückkehren, obwohl ihre Familien schon da in der Fremde lebten.

Während des 2. Weltkrieges sind viele Polen zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert und danach sind schon dort geblieben.  In den Nachkriegsjahren haben die nächsten ihre Heimat verlassen, diesmal aus politischen Gründen. Sie waren gegen „Polnisch-sowjetische Freundschaft“.

In PRL Zeiten war die ökonomische Situation Polens und gleichzeitig die Lebensbedingungen von vielen Familien sehr schwer. Deswegen, wenn jemanden gelungen ist, das Visum zu bekommen und mit dem Reisebüro auszureisen, kehrte er nicht zurück. Dann schickte er seinen Verwandten Geld und Pakete mit Lebensmitteln und Bekleidung, die übrigens von den Staatsbeamten auf der Post gründlich kontrolliert wurden. Wer solche Unterstützung von den Familiären bekam, war verdächtig und für das Land gefährlich.

In 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, wann es zu vielen Streiks kam, wurden viele Gewerkschaftler von der polnischen Regierung  gezwungen, mit der ganzen Familie ihr Vaterland zu verlassen und in Exil zu gehen. Anders wären sie weiter verfolgt, im Gefängnis interniert oder sogar getötet worden.

Nach 1989 fing wieder die Erwerbsauswanderung an, vor allem nach England, Irland, Deutschland, Österreich, Italien, Kanada und in die USA.

Nach den statistischen Angaben vom 2008 leben 21 Millionen Polen oder die Personen, die polnische Herkunft haben, irgendwo im Ausland. In der Umgebung von Hamburg wohnen 110 Tausend Polen. Die Bevölkerungszahl in Polen beträgt jetzt ungefähr 38 Millionen. So kann man sich vorstellen, wie schwer das Leben in Polen war und ist, sobald so viele Bewohner  ausgewandert sind. Manche sagen, dass die Emigration „die Flucht vor dem Problemen“ ist und versuchen sich in Polen zurechtzufinden. Aber hat der Mensch kein Recht, in den gerechten Umständen zu leben?

Was die Zukunft (Schätzungen bis 2050) bringen kann, zeigt die Graphik unten.

“Frania”

December 6th, 2011 by Żaba Monika

Was ist „Frania”? das ist ein weiblicher Vorname. Das ist auch eine elektrische Waschmaschine, die bei vielen gewisse Erinnerungen aus der Kindheit zurückruft.

Hello world!

December 6th, 2011 by Żaba Monika

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