„Utopia“ von Thomas Morus

By Elena Hernández (1997), Deutsche Schule Bilbao/Spain.

Utopia.ortelius

This article contains some information about Thomas Morus‘ novel “Utopia”. The author reflects also about the currentness and feasibility of some of its topics.  

Im folgenden Text werden folgende Fragen über Thomas Morus‘ „Utopia“ behandelt:

  1. Was ist an Thomas Morus‘ heute noch utopisch?
  2. Welche Aspekte der Verfassung ‚Utopias‘ sind auch noch heute aus meiner Sicht interessant?
  3. Gibt es Möglichkeiten, diese in der Zukunft zu verwirklichen?

In dem Roman „Utopia“ von Thomas Morus geht es um eine Geselschaft und eine Staatsform, die dafür sorgen, dass alle Menschen froh, satt und in Frieden leben. Dieser Text ist eine Vorstellung des 16. Jahrhunderts über eine ideale Welt und es gibt vieles, was bis heute noch utopisch ist. Ein Beispiel dafür sind die Gewerbe, die in Utopia getrieben werden. Alle, Frauen und Männer, werden von ihrer Kindheit den Ackerbau unterwiesen, teilweise theoretisch (in der Schule) und teilweise praktisch, was auch eine Art Sport ist. Weiterhin erlernt jeder noch irgendein  besonderes Handwerk, wie z.B. Tuchmacherei oder Zimmermannsgewerbe, von dem die Menschen normalerweise leben. Ein anderer Aspekt, der noch utopisch ist, aber, die teilweise in China sowie in anderen Länder erreicht wurde, ist die Gleichheit an der Kleidung, d.h., dass alle Bürger dieselbe Kleidung  tragen und (was folgt, ist das Utopische an der Sache), dass es Jahre lang dauert, bis sie kaputtgehen. Außerdem ist nicht die Webart, sondern nur die Sauberkeit der Kleidung wichtig. Diese Kleidung wird von jeder Familie für ihre Familienmitglieder gewebt (also gibt es keine Kleidungindustrie) und mit Naturfarben gefärbt.

Die Arbeit, die jeder Mensch ausübt, und die Zeit, die für die Arbeit verbraucht wird, beeinflussen die Lebensweise und den Wohlstand aller Menschen und deswegen wird dies von sogenannten „Syphogranten“ kontrolliert. Sie wachen darüber, dass jeder fleißig sein Gewerbe betreibt, ohne aber ununterbrochen zu arbeiten. So soll  die Verfassung  dieses Staates sicherstellen, dass jeder Bürger möglichst viel Zeit statt der körperlichen Fron der Freiheit und der Pflege des Geistes widmet. Das, finde ich, ist für unsere heutige kapitalistische Gesellschaft ganz interessant, da unser innere Friede und unser Gemütszustand nicht so oft untersucht und berücksichtigt werden, wie dies eigentlich der Fall sein sollte.

Meiner Meinung nach kann man das nur verwirklichen, indem man die Zeit, die man in der Arbeit verbringt, selbst kontrolliert und sich Grenzen setzt, da es mir sehr schwierig scheint, dass ein Staat oder gar die Worte einer Verfassung dies gewährleisten können. Dasselbe gilt für die Gleichheit und die Vermeidung der Unterschiede zwischen Arm und Reich, die Morus in „Utopia“ anscheinend mit einer Art von kommunistischem System löst. Leider zeigt uns die Geschichte der Zivilisation, dass dieses System keinen Erfolg bei der Lösung dieser Probleme hatte, obwohl die Idee theoretisch hätte gut funktionieren können.

Print version: Utopia – Elena Hernández