Interkultureller Führerschein. Zwischenbilanz

von Lothar Thiel, Deutsche Schule Bilbao / Spanien, 23.11.2011.

Interkultureller Führerschein (Intercultural Driving Licence)

Zertifikat interkultureller Kompetenz im Bereich internationaler Schulprojekte

Eine Zwischenbilanz der Projektentwicklung


Vorbemerkung

Die Anerkennung interkultureller Kompetenz (IK) als Schlüsselqualifikation im Zeitalter der Globalisierung ist heute weit verbreitet. Die Fähigkeit von Personen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, erfolgreich zu interagieren, ist nicht nur für die sich immer multikultureller zusammensetzenden Gesellschaften, sondern auch für die zunehmend internationalisierte Berufs- und Geschäftswelt von grundlegender Bedeutung.

Dennoch haftet dem Terminus IK etwas Schwammiges an; teils wird in ihm lediglich ein Wissen über Sitten und Gebräuche in anderen Ländern gesehen, teils wird er auf die Bereitschaft zu Toleranz gegenüber Fremdheit und Fremden bzw. Freundlichsein zu Ausländern reduziert. Diese Konzepte (und andere ähnliche, nicht falsche, aber fragmentarische) tragen der Komplexität multikultureller Interaktionssituationen nicht genügend Rechnung, was nicht nur problematische Erfahrungen im Bereich des Schüleraustauschs zeigen.

Intentionen

Wenn bei der Aufstellung der Ziele interkulturellen Lernens das Zertifikat fast an erster Stelle genannt wird, so wird damit das Pferd nur scheinbar vom Schwanz her aufgezäumt. Das Zertifikat dokumentiert den jeweils erreichten Output eines auf Kompetenz und insofern auch auf Wissen abzielenden interkulturellen Lernprozesses, aus dem sich die Elemente des zu ihm führenden Lern- und Evaluationskonzepts fast zwangsläufig ergeben. [...]

Der vollständige Text als pdf-Datei (mit Hyperlinks): Interkultureller Führerschein

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