Wie Werte und Normen uns unter Druck setzen

Kathrin DALLINGER (1996), BORG Krems, Austria

The text is about standards and values that are expected from all people in our society. I am writing about the pressure from other people and ourselves and how it depresses us. I also try to give some advice on how to fight that pressure.

Die heutige Gesellschaft ist eine Leistungsgesellschaft, in der der Mensch nur noch wie ein kleines Rädchen in einer Maschine funktionieren muss. Wir sind austauschbar geworden.Von diesem Gedanken geprägt, wollen und müssen wir immer und überall unser Bestes geben, unsere Mitmenschen davon überzeugen, dass wir genauso wie sie sind. Individuen werden nicht akzeptiert, anders zu sein ist verpönt. Nur der Erfolgreiche wird anerkannt. So wird auch jemand, der seine Fehler eingesteht, weniger geachtet als jemand, der seine Fehler gut vertuschen kann. Menschen, die den Anforderungen der Gesellschaft nicht entsprechen, werden als Nichtsnutze und Versager bezeichnet und fühlen sich auch so.
Der Mensch braucht zwischen den Phasen des Stresses auch immer wieder Phasen der Ruhe. Diese werden immer weniger. Wir suchen nach Stress, sind im Gedanken immer schon bei der nächsten Tätigkeit. Man gönnt sich selbst keine Anerkennung für etwas, das man bereits erfolgreich erledigt hat. Erfolg ist, alles zu schaffen und besser als alle anderen zu sein. Wir machen keine Verschnaufpausen, versuchen mit den anderen mitzuhalten, die vom Alltagsstress genauso geplagt sind wie wir. Doch Schwäche zeigen kommt nicht in Frage. Man muss weitermachen, alles perfekt erledigen. Im Prinzip dreht sich alles nur um Geld. Wer hat das schönere Haus, das bessere Auto? Jeder sagt: „Das ist schön, das gefällt mir.“, und ist im Inneren eifersüchtig auf den anderen, versucht besser zu sein, nimmt sich vor, mehr zu erreichen. Das eigene Selbstwertgefühl hängt vom Erfolg ab.
Wen wundert es, dass viele dem Druck nicht standhalten und depressiv werden.
Zudem glauben viele Menschen an das „Schicksal“. Wenn ihnen einmal etwas Schlechtes widerfährt, rechnen sie ab diesem Zeitpunkt immer mit noch mehr „Pech“. Sie nehmen die Opferrolle an, erwarten nichts Positives mehr vom Leben. Das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Schon alleine durch ihre innere Haltung, die sich auch in ihrer Ausstrahlung zeigt, gehen viele Dinge schief.
Zum Abschluss ein Tipp von mir: Lehn dich zurück, entspann dich für einen Moment und versuche die Dinge positiv zu sehen! Du kannst dein Leben bis zu einen gewissen Grad beeinflussen. Nur musst du selber daran arbeiten.

http://traitdunion-online.eu/groups/com11-youth-culture-changing-values/