“Our future” (trait d’union 2002) is now the past

March 15th, 2013 by Oleaga, Julia

By Julia Oleaga (1998), Deutsche Schule Bilbao/Spain.

In the school year 2001/02 the trait d’union editors prepared once already an issue with the topic „our future“. On the pages 70 and 71 Stephan Roelen and Gudrun Ortmann, two students of the German School of Toulouse (where trait d’union was founded) wrote an article about “Die Weltlage: Zukunftsszenarium bis 2010” (“The international situation: A future scenario until 2010”), concerning themselves with the development of our world and making  a forecast until 2010. In the following article I will summarize their prediction, I will review if anything  they conceived has became real and I will give my personal opinion about what could happen in the future until 2022.  

 

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Die Zukunftsprognose („Delphi-Umfrage“), die von einem „Zukunftsinstitut“ nach den Terroranschlägen des 11.9. veröffentlicht wurde, lässt sich in vier Szenarien zusammenfassen.

Das erste Szenarium ist das sogenannte dunkle Zeitalter. Viele Kriege brechen aus und die globale Wirtschaft gerät in eine lange währende Rezession. Das zweite Szenarium beschreibt die Globalisierung. Es beschreibt unseren Planeten und wie er zusammenwächst. Alle Konflikte werden gelöst und es herrscht Frieden auf der Welt. Das nächste Szenarium beschreibt die große Separation. Die Welt zerbricht zunehmend in Arm  und Reich. Amerika isoliert sich und der Konflikt mit Russland und Staaten aus Fernost führen zu einem wirtschaftlichen Niedergang in den USA. Das letzte Szenarium heißt das Sicherheits-Alter. Da kommt es immer wieder zu Terroranschlägen, doch diese werden zur Normalität. So prägen Sicherheitsmaßnahmen und Razzien den Alltag der Menschen. Der „reiche“ Westen isoliert sich vom Rest der Welt und beendet die Abhängigkeit von den arabischen Ölproduzenten, in dem Alternativmodelle zur Energiegewinnung entwickelt werden.

Stephans persönliches Urteil ist, dass das erste und zweite Szenarium eher unwahrscheinlich sind. Gegen Szenario 1 spreche, dass die zu dem Zeitpunkt erwarteten Terroranschläge bis dahin ausgeblieben sind und die Antiterrorkoalition damals zu halten schien. Gegen das 2. spreche, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass auf der Welt Frieden herrschen wird, denn es wird immer Terroranschläge geben, da 100 % Sicherheit unmöglich ist. Das vierte Szenario treffe die Realität am nächsten, man müsste aber noch den Zerfall in Wohlstandsinseln aus Szenario 3 hinzunehmen.

Gudrun beschreibt in ihren Artikel, dass es weiterhin Terroranschläge geben werde, doch würden sehr viele Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden, z. B. werden die Sicherheitskontrollen an den Flughafen verstärkt, bei sportlichen und kulturellen Großereignissen usw. Gudrun Ortmann schreibt, dass es bis 2010 keine großen Veränderungen geben werde: „Die Globalisierung wird weiter fortschreiten, die Wohlstandsverhältnisse werden unverändert bleiben, was bedeutet, dass Ressourcen und Arbeit ungerecht verteilt bleiben. Besonders in den Entwicklungsländern wird es zu weiteren Hungerkatastrophen und wirtschaftlichem Bankrott kommen. Trotz einiger Aufstände und Revolutionen in den Krisengebieten (wie z.B. momentan in Argentinien) wird es bis 2010 keine Veränderung der Weltwirtschaftsordnung geben.“

Wenn man sich beide Vorhersagen ansieht, merkt man, dass keine von beiden wirklich passt. Was stimmt, ist, dass es heutzutage sehr viele Kriege im Nahen Osten und in Afrika gibt. Gudruns und Stefans These, die Kriege im Nahen Osten und in Afrika hätte etwas mit Amerika zu tun, trifft nicht zu, denn es sind eher Bürgerkriege. Beide, Stephan und Gudrun, haben die Behauptung aufgestellt, dass sich auf wirtschaftlicher Ebene nichts ändern werde. Das stimmt nicht, denn wie wir heute sehen können, befinden sich die meisten Industrieländer in einer Krise. Richtig dagegen ist die Vorhersage von Stefan, dass Deutschland qualifizierte Arbeitskräfte brauchen wird, weil die Industrieentwicklung in Deutschland sich vergrößern werde. Viele Leute wandern heute nach Deutschland um hochqualifizierte Arbeit zu erfüllen.

Meine Prognose für die nächsten 9 Jahre ist, dass die Krise in ungefähr 6 Jahre überwunden sein wird. Alle Länder werden zusammenarbeiten, um eine Veränderung zu erreichen. Der Unterschied zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern wird nicht so groß sein, denn mithilfe der Industrieländer werden sich die Entwicklungsländer so entwickeln, dass sie mindestens die Grundbedürfnisse der Menschen erfüllen. Natürlich werden die wichtigsten Probleme immer noch Hunger und Armut sein, doch nicht mehr in solch großen Zahlen. Zum Thema Entwicklung der Technik denke ich, dass die Entwicklung weiter mit schnellen Fortschritten voranschreiten wird. Die Menschen werden mehr und mehr an der Technik hängen und das Leben ohne Technik wird fast unmöglich sein. Da die Ressourcen zu Ende gehen und die fossile Energie die Umwelt verschmutzt, werden alle fossilen Energien durch erneuerbaren Energien ersetzt werden. Heute versucht man neue Methoden herauszufinden um Energie zu gewinnen, so werden z. B. in Deutschland alle AKWs schließen. Zum Thema Politik denke ich, dass sich viel ändern wird. In allen Ländern werden alle Menschen, auch Frauen, das Wahlrecht haben und es wird viel mehr Wert auf die Meinung der Jugendlichen gelegt werden, da diese die Zukunft sind. Die heutigen Kriege im Nahen Osten und in Afrika werden mithilfe der Industrieländer enden.

http://traitdunion-online.eu/mup/issues/2002.pdf

Schluss mit der Unterdrückung der Frauen!

March 12th, 2013 by Oleaga, Julia

By Julia Oleaga (1998) and Patricia Subijana (1998), Deutsche Schule Bilbao/Spain.

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At school we discussed, whether it is possible to draw lessons from history in order to create a better future. We devoted ourselves to the oppression of women.

 Die Geschichte der Unterdrückung der Frau ist nicht auf die alte Geschichte vieler Völker beschränkt. Auch in unserem Zeitalter existiert noch keine völlige Gleichberechtigung von Mann und Frau. Der Kampf gegen diese Ungerechtigkeit begann schon in der Französischen Revolution, als Frauen anfingen, sich nach jahrhundertelanger Unterdrückung für ihre Rechte einzusetzen. Da die Anwesenheit des weiblichen Geschlechts in den Klubs, in denen der Fortgang der Revolution diskutiert wurde, nicht gestattet war, gründeten diese die sogenannten „Frauenklubs“. Ein Mitglied davon war die Schriftstellerin und Philosophin Olympe de Gouges, die 1791 die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin formulierte. Unter anderem forderte sie darin die völlige Gleichberechtigung der Frau gegenüber dem Mann und die Gleichheit der Rechte für beide Geschlechter. Zu diesen Rechten gehörten Freiheit, das Recht auf Eigentum, Sicherheit, das Wahlrecht und die Zulassung der Frau in politische Ämter. Nach der Ablehnung dieser Erklärung durch die Männer kämpften die Frauen im weiteren Verlauf der Jahrhunderte um ihre Rechte und die völlige Gleichberechtigung gegenüber dem Mann, wobei diese heute immer noch nicht überall erreicht ist:

Wenn sie nicht vor der Geburt abgetrieben werden, erwartet die Frauen in Indien ein Leben, das dem Mann in allem untergeordnet ist. Als Kind unterstehen sie dem Vater, als Jugendliche passen die Brüder auf sie auf und als Witwe entscheidet der Sohn über sie. Da die Familie der Frau bei der Heirat eine hohe Mitgift an den Ehemann zahlen muss, werden Frauen nur als finanzielle Last angesehen, weshalb ihnen oft der Zugang zu Bildung verwehrt wird. Sie arbeiten im Haushalt, bis ein Ehemann für sie ausgesucht wurde, in dessen Familie sie von da an als zusätzliche, kostenlose Arbeitskraft dienen.

Trotz Gesetzen, die die Rechte der Frauen in Indien schützen, und aktiver Frauenrechtsbewegungen, bleibt das weibliche Geschlecht auch weiterhin im Nachteil. In Europa haben sich die Frauen während der Revolutionen für ihre Rechte eingesetzt und damit viel bewirkt. Um die Gleichberechtigung der Frauen auch in Indien zu erreichen, müssen die Gesetze und vor allem die Denkweise über die Stellung der Frau bei der indischen Bevölkerung radikal verändert werden. Die Frauen schließen sich wie damals zu Gruppen zusammen und demonstrieren gegen die Ungerechtigkeit. Damit die Frauen sich nicht in Gefahr begeben, müssen sie heute auch die Männer und die gesamte Bevölkerung Indiens auf das Problem aufmerksam machen und sie von der Notwendigkeit der Veränderungen überzeugen, denn die Frauen dürfen nicht zu radikal vorgehen um nicht negativ bei der Regierung aufzufallen. Wir erwarten eine Art Revolution, nach der auf der ganzen Welt die völlige Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau herrscht. Denn eine Revolution bringt immer grundlegende Veränderungen mit sich.