Im Rollstuhl

March 15th, 2013 by Zabala, Joana

Von Joana Zabala Gepp (1999), Deutsche Schule Bilbao/Spanien.

800px-Standard_rollstuhl Wikipedia

Being paralysed because of an accident is a terrible turning point. But even under these conditions life can be beautiful. 

Behindert sein – da denkt jeder nicht behinderte Mensch gleich an etwas Schlimmes. Aber erst wenn man selbst behindert ist, kennt man diesen Zustand, die guten sowie die schlechten Seiten.

Niemand wünscht sich, behindert zu sein. Doch manche trifft es, wie zum Beispiel Marie, 22. Nach einem Autounfall blieb sie ein halbes Jahr im Krankenhaus, bis sie entlassen wurde – leider körperbehindert und im Rollstuhl. Ihr ganzes Leben veränderte sich. Sie stellte ein Mädchen ein, das ihr zu Hause helfen und sich um den Haushalt kümmern sollte. Ihre Wohnung wurde umgebaut, ohne Stufen und mit viel freiem Platz. Maries Freunde unterstützten sie immer und halfen ihr, wann immer sie es nötig hatte. Am Anfang besuchten sie Marie jeden Tag  bis sie sich schlieβlich etwas sicherer fühlte. Auch von ihrer Familie bekam sie Unterstützung. Ihre Eltern zogen in die Nähe ihrer Wohnung um, um immer zur Stelle zu sein, wenn Marie Hilfe bräuchte.

Leider konnte sie nicht mehr so einfach nachmittags mit ihren Freunden  in die Stadt zum Shoppen gehen oder einfach mit der U-Bahn fahren. Erst daran bemerkte sie, wie schwer Rollstuhlfahrer es haben, mit den ganzen Stufen, Treppe und engen Lücken.

Seit ihrem Unfall sind nun fast drei Jahre vergangen. Marie hat sich jetzt an den Rollstuhl, den neuen Blickwinkel und ihren neuen Alltag gewöhnt. Sie findet, dass die Leute viel freundlicher mit ihr umgehen als früher und ihr immer helfen wollen. Es gibt aber auch Personen, die denken, dass eine Körperbehinderung eine Krankheit sei und sie immer komisch angucken. Solche Menschen findet Marie unsympatisch.

Marie möchte, dass alle behinderten Menschen nicht aufgeben sollen, denn, obwohl man behindert ist, kann man ein viel glücklicheres Leben führen als ein nicht behinderter Mensch. Am Anfang sei es zwar schwer, aber mit der Unterstützung seiner Familie, Freunde und Bekannten schaffe man es, sich daran zu gewöhnen und ein wundervolles Leben zu führen.

Print version: Im Rollstuhl – Joana Zabala