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By Jlenia Famiani (1994), LSP, Assisi, Italy

Ich denke an unsere Zeit und an die große Entwicklung unserer Gesellschaft und frage mich, wie noch ein Konzept wie Rassismus akzeptiert werden kann.

Die effektivste Beschreibung von Rassismus habe ich in einem Buch gefunden, „Rassismus meiner Tochter erklärt“ von Tahar Ben Jollen. Hier ein Auszug aus dem Buch:

TOCHTER: Können Rassisten heilen?

VATER: Denkst du, dass Rassismus eine Krankheit ist?

TOCHTER: Ja, weil es nicht normal ist, die anderen zu verachten, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben.

VATER: Die Heilung hängt von ihnen selbst ab.

TOCHTER: Wie kann das passieren?

VATER: Sie müssen einige Fragen an sich selbst stellen. Sie müssen zweifeln. Sie müssen zu sich selbst sagen: “Vielleicht ist das, was ich denke, nicht richtig.“ Sie müssen sich Mühe geben, um die eigenen Bemerkungen zu verändern.

TOCHTER: – Aber du hast mir gesagt, dass die Menschen nicht ändern…

VATER: – Ja, aber der Mensch kann seine Fehler verstehen und vermeiden. Das bedeutet nicht, dass er wirklich anders wird. Er passt sich an. Er kann das verstehen, wenn er wiederum Opfer einer rassistischen Ablehnung wird; so kann er verstehen, wie ungerecht und unakzeptabel Rassismus ist. Um das zu akzeptieren, sollte der Mann reisen und andere Kulturen kennenlernen. Wie man sagt, Reisen bildet die Persönlichkeit der Jugend. Reisen ist die Freude, unterschiedliche Kulturen zu kennen.

TOCHTER: – So gibt es Hoffnung …

VATER: – Wir müssen gegen Rassismus kämpfen, weil Rassismus eine Gefahr sein kann und uns zu Opfern machen kann.

TOCHTER: – Wie kann er beides sein?

VATER: – Es ist eine Gefahr für andere und macht uns selbst zum Opfer. Es ist im Irrtum und der Mensch weiß es nicht oder er will das nicht wissen. Man braucht Mut, um die eigenen Fehler zu erkennen. Rassisten haben diesen Mut nicht.