Es kommt vollautomatiesierte Welt (5)

December 4th, 2012 by Głąbała Paulina

by Paulina Głąbała (1995) LOK Krakow/Poland

Dieser Sportart verdanke ich noch etwas mehr! (4)

November 25th, 2012 by Głąbała Paulina

by Paulina Głąbała (1995) LOK Krakow/Poland

Dieser Sportart verdanke ich noch etwas mehr!

          In Betracht nehmend, dass ich von einem Kind am Asthma leide, durfte ich nicht alle ausgeträumten Sportarten trainieren. Trotzdem hat mir ein Arzt zum Zweck der Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte verordnet, Sport zu treiben. Im Alter von 12 Jahren habe ich mich für Volleyball entschieden. Obwohl das Volleyballspiel für mich oft mit der Kontusion (beispielweise mit der Verstauchung der Fußknöchel) endete, hörte ich nicht auf sondern trainierte ich weiter. Am Anfang habe ich Volleyball nur für Spaß und zur Entspannung gespielt, im Laufe der Zeit hat sich meine Leidenschaft in Leistungssport umwandelt. Als ich begonnen habe, im Lyzeum zu lernen, musste ich doch wegen meines Stundenplans auf meine Mitgliedschaft im Volleyballklub Wisła Kraków, wo ich in einem Kadett-Team als Angreifer spielte, verzichten. Zum Glück gibt es an unserer Schule eine Volleyballmannschaft, die abends dreimal pro Woche intensiv trainiert. So kann ich mich weiter in meinem beliebtesten Sport realisieren und Medaillen gewinnen.
          Wenn ich von Perspektive auf mein Sportabenteuer blicke, meine ich, dass das eine richtige Wahl war, weil ich mich dank dem Volleyballspiel gut entwickelt habe. Die regelmäßige physische Anstrengung hat zur Verbesserung sowohl meiner Atemkapazität und Körperausdauer als auch Immunität meines Organismus beigetragen. Das finde ich im heutigen stressigen Leben sehr wichtig. Fit und sportlich bleiben – wurde meine Lebensdomäne. Wenn ich mich nach der Schule ganz ermüdet fühle, erweckt mich zweistündiges Training wieder zum Leben. So bekomme ich die Lust, Hausaufgaben zu machen und sich für den nächsten Schultag vorzubereiten, zurück.
          Dieser Sportart verdanke ich noch etwas mehr. Volleyball spielend habe ich mir Pflichtbewusstsein, Gewissenhaftigkeit, Fleiß und Gruppenverantwortung beigebracht, womit ich sehr zufrieden bin. Natürlich habe ich auch wetteifern gelehrt. Mir scheint, dass ich jetzt mehr psychisch widerstandsfähig wird, und nicht nur während des Wettbewerbes sondern auch ganz allgemein im täglichen Schulleben. Seit gewisser Zeit bin ich – wie das meine Eltern wiederholen – „besser organisiert“. Früher habe ich alles für sprichwörtliche“ letzte Minute“ gelassen. Jetzt bemühe ich alles sinnvoll zu planen und die meisten Sachen vorzeitig zu erledigen, um große Nervosität und Stress zu vermeiden. Zwar gelingt mir das nicht immer, aber es ist am wichtigsten, nicht aufzugeben.

Kommentar zum Artikel „Die Auseinandersetzung Jugendlicher mit Ereignissen im Laufe der Geschichte“ von Julina Chibber, Kristina Wiegand

May 24th, 2012 by Głąbała Paulina

by Natalia Janiczak, Paulina Głąbała (1995) LOK Krakow/Poland

Über die letzten 100 Jahre ist in unserem Land viel passiert. 1914 hat Polen nach 123 Jahren stätigen Volksbefreiungskampfs endlich seine Unabhängigkeit wiederbekommen. Dann nach 6 Jahren des schrecklichen Zweiten Weltkrieges mussten sich die Polen mit dem kommunistischen Regime auseinandersetzen. Nach dem Gespräch mit unseren Verwandten können wir feststellen, dass die jungen Leute immer an zentraler Stelle dabei waren.
Aber jetzt … Obwohl sie viel besser informiert sind, fühlen sie sich weniger betroffen. Vielleicht deswegen, dass viele Polen jetzt der Ansicht sind, dass die durch Medien veröffentlichen Informationen nicht immer wahr sind. In solchem Informationsübermaß kann man Vermutungen anstellen. Sehr oft bemerken die Jugendlichen nicht, wie wichtig für ihr Land oder das ganze Welt die aktuelle Ereignisse sind. Sie sind nicht bewusst, dass sie die Geschichte gestalten und die Zukunft auch von ihnen abhängt. Sicher haben sie verschiedene Meinungen über die Wirtschaftskriese oder den Unfall in Smoleńsk, aber begrenzen sich nur zu den Kommentaren und Diskussionen, weil es ihnen scheint, dass sie außer diesen Sachen stehen. Sie identifizieren sich mit der gegenwärtigen politischen Situation in Polen viel geringer als das vor 50 bis 100 Jahren war. Sie konzentrieren sich mehr auf ihr Privatleben; Studium, gute Arbeitsstelle, Kariere, Familie. Ist das gut für unser Gesellschaftsleben?

Kommentar zum Artikel “Eine Jugend in der Nachkriegszeit” von Hannah Hofmann

May 19th, 2012 by Głąbała Paulina

by Paulina Głąbała, Natalia Janiczak (1995) LOK Krakow/Poland

     Nach dem Gespräch mit unseren Großeltern über ihre Interessen und Hobby in der Nachkriegszeit können wir feststellen, dass ihre Jugendjahre ganz anders ausgesehen haben.
     In diesem Zeitabschnitt gab es in Polen keine Möglichkeit, eigene Interessen zu entwickeln, weil Kinder und Jugendliche schnell erwachsen mussten. Sehr oft wurden sie gezwungen, schon von der Kindheit schwer zu arbeiten. Der Opa von Pauline, der Sylwester heißt, hat beispielweise in einem Dorf gewohnt. Deshalb musste er seinen Eltern bei der Arbeit im Bauernhof oft und viel helfen. Sehr früh hat er auch seine Arbeit in der Lenin-Hütte in Nowa Huta angefangen. Paulines Oma musste hingegen schon als Teenagerin seinen kleineren Bruder betreuen. Sie haben zu Fuß zur Schule gehen müssen. Das war sogar 15 Kilometer hin und zurück. In dieser Zeit gab es kein Taxi und überhaupt kein Geld dafür. Manchmal war es nur ein Paar Schuhe zu Hause und diese wurden von allen Familienmitgliedern benutzt. In vielen Familien hat das Essen gefehlt. Auf dem Dorf wurden sehr oft nur Kartoffeln mit der Sauermilch zu Mittag gegessen. „Ganz einfaches Essen, alles was die Erde gibt“ – wie unsere Großeltern oft wiederholen. Natürlich trafen sie sich ab und zu mit ihren Freunden. Sie spielten Blindekuh im Bauernhof oder sammelten Erdbeeren im Wald. Sie liefen über die Felder und Wiesen. Das genügte ihnen und sie fühlten sich frei und glücklich. Die Spielzeuge mussten sie sich aus Holz oder Stoff selbst machen. Einmal pro Jahr kam „Landfilmkino“. Für alle Dorfbewohner war das ein großes Ergebnis. Theater, Schwimmbad,  Kegelbahn, Computer war ihnen ganz fremd. Heute, wenn uns so viele Freizeitmöglichkeiten zur Wahl stehen, sind wir oft gestresst und wissen nicht, was wir auswählen sollen und wollen. Das ist klar, dass wir nicht wie unsere Großeltern leben könnten. Für uns ist normal, einmal pro Woche Kino, Disco oder Party. Einkäufe in großen modernen Einkaufszentren machen uns auch viel Spaß. Wie kann man ohne das leben? Die Welt geht vorwärts. Der große Fortschritt der Technologie hat uns an den Bequemlichkeiten gewöhnt. Viel Arbeit im Haushalt wird von den Elektrogeräten gemacht. Es ist normal Handy oder Computer zu haben. Unsere Großeltern sind mit der Oma von Hannah  einverstanden, dass die Eltern früher sehr streng und anspruchsvoll waren. Jetzt richten sie sich nach der Methode “der stressfreien Erziehung”. So haben wir mehr Freiheit und wenige Pflichte zu Hause. Ist das gut? Das zeigt die Zukunft.

Wer regierte uns?

January 26th, 2012 by Głąbała Paulina

by Marta Skiba, Dominika Sieklińska, Paulina Głąbała (1995) LOK Krakow/Poland

Die PRL-Zeiten waren für Polen sehr schwierig und demütigend. In den Geschäften fehlten nicht nur Klamotten, sondern auch Lebensmittel. Die Leute standen in langen Schlangen aber ohne Lebensmittelmarke konnten sie nichts kaufen. Heute stellen wir uns die Frage, wer die Volksrepublik Polen (PRL) in der Wirklichkeit regierte und wer solche nichtwürdige Lebensbedingungen entstehen ließ?
Unsere Großeltern haben uns erzählt, dass die VRP-Bürger nichts zu sagen hatten. Polen regierte die Kommunistische Partei, die PZPR genannt wurde. Die wichtigste Person in der VR Polen war der erste Sekretär dieser Partei. Die Regierenden wurden nicht nach ihren Kompetenzen sondern durch ihre Parteibekanntschaften gewählt. Sie mussten ihr großes Engagement zugunsten der kommunistischen Partei verweisen und auch von „Moskau“ akzeptiert werden.
Josef Stalin zerstörte zuerst Kommunistische Partei Polens, und dann aus den Überlebenden bildete er die neue polnische Regierung, die ihm ganz unterstand. So hat er begonnen, seine Macht in Polen zu bauen.
Die aktiven Parteimitglieder wurden zuerst in Moskau geschult, und erst dann konnten sie die wichtigen Funktionen in der Partei oder im Land ausüben. Der sowjetische Diktator musste über alles informiert werden. In jeder Gelegenheit hatte er „das letzte entscheidende Wort“. Unter russischer Kontrolle war sowohl die Wirtschaft und Politik als auch Kultur Polens und alltägliches Leben seiner Bewohner. Die Schriftsteller konnten nur das schreiben, was mit der Parteilinie übereinstimmte. Irgendwelche Streiks wurden als offener Widerstand gegen Partei betrachtet. Deshalb waren Gefängnisse mit politischen Gefangenen überfüllt.
Einer der Vertreter der Behörde in der PRL-Zeit war Premierminister Bole-sław Bierut. Er strebte nach der Abhängigkeit der VRP von Moskau und deshalb wurde “der kleine Stalin” genannt. Während seiner Regierung hat er die theologischen Fakultäten an der Universität in Warschau und in Krakau aufgelöst. Nach vielen Polen trägt er die Verantwortung für den Terror der blutigsten Periode in den PRL-Zeiten.
Dann erschien „auf der Bühne“ Wladysław Gomułka, der für den sogenannten polnischen Weg zum Sozialismus war. Schon im Jahr 1957 hat er angefangen, irgendwelche Reformen in diese Richtung durchzuführen. Die Regierungszeit von Gomułka wurde „eine kleine Stabilisation“ genannt. Man sagte, dass er einen kleinen Kontakt mit der Realität hatte. Er verstand nicht, warum sich die Bürger über die Mangeln der Bekleidung für Säuglinge beklagten, wenn seine Frau solche Sachen im Warenhaus ohne Probleme gekauft hat. Vielleicht war er dessen nicht bewusst, dass in jedem Geschäft gewisse Waren nur für spezielle Kunden waren. Gomułka sorgte für den eigentlichen Umgang mit der Sowjetunion. Deshalb wurde Religionswissenschaft in der Schule verboten. Unserer Meinung nach wollte er dadurch das Polen  entnationalisieren.
Wir bauen „das zweite Polen“ – das war Motto vom nächsten ersten Sekretär tow. Edward Gierek, der eine neue sozial-ökonomische Politik formuliert hat. Er setzte wirtschaftliche und soziale Entwicklung Polens und gleichzeitige Verbesserung der materiellen und kulturellen Lebensbedingungen der Gesellschaft voraus. Er wiederholte oft „der Pole kann“ und wandte sich an die Gesellschaft: „Helft ihr?“, und das Volk antwortete „wir helfen“. Gierek versprach die westliche Länder einholen.
Seit 1981 war Gen. Wojciech Jaruzelski ein polnischer Premierminister. Es scheint, dass er sich nicht nach der kommunistischen Ideologie richtete, sondern nach der „polnischen Staatsraison“. Nach dem Prinzip, dass Polen „Volksrepublik Polen“ war, weil kein anderes Polen in dieser Zeit existierte, schien diese „polnische Staatsraison“ vor allem eine sowjetische Raison zu sein. Jaruselski hat den Kriegszustand eingeführt. Es war wie in einem Krieg. Die Leute hatten kein Privatleben. Alles wurde kontrolliert: Telefongespräche, Korrespondenz u.s.w. Um nach 22Uhr draußen zu verweilen, brauchte man einen entsprechenden Passierschein. Mehr als drei Menschen durften sich nicht zusammen treffen. Auf den Straßen fuhren die Panzern. Das war ein Horror, den wir uns nicht ganz vorstellen können.
Für uns ist es klar, dass Bolesław Bierut, Wladysław Gomułka, Edward Gierek und Gen. Wojciech Jaruzelski „im Dienst“ bei Josef Stalin und seiner Nachfolger waren und zusammen mit den Russen unser Land zur Ruine gebracht haben.
Unserer Ansicht nach hatte diese peinliche Periode einen großen Einfluss auf heutiges Leben in Polen. Wir haben nie die westlichen Staaten mit hochem Lebensstandard, wie das Gierek versprochen hat, eingeholt. Leider ist das nicht mehr nachzuholen. Das, was unsere Eltern in ihrer Kindheit verpasst haben oder besser nicht genießen konnten, ist schon vorbei. Und heute? Heute entwickelt sich unser Land, aber der Weg zum westlichen Lebensniveau ist sehr lang. Immer noch werden die Fragen gestellt: Warum – im Vergleich zu westlichen Ländern  – verdient man in Polen so wenig? Warum sind unsere Wohnungen so klein? Warum ist es im Westen viel viel leichter, etwas im Leben zu erreichen?

Uns würde es interessieren, ob Polen bei euch weiterhin mit Russland assoziiert wird? Was wird es über das Leben in heutigem Polen gesagt?

“Filmkamera”

December 9th, 2011 by Głąbała Paulina

Die erste manuelle Filmkamera (Aeroskop) ist von Kazimierza Prószyńskiego in Jahren 1907-1910 konstruiert worden. Die Erfindung wurde zuerst in Frankreich und dann in Großbritannien patentiert.