Dieser Sportart verdanke ich noch etwas mehr! (4)

by Paulina Głąbała (1995) LOK Krakow/Poland

Dieser Sportart verdanke ich noch etwas mehr!

          In Betracht nehmend, dass ich von einem Kind am Asthma leide, durfte ich nicht alle ausgeträumten Sportarten trainieren. Trotzdem hat mir ein Arzt zum Zweck der Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte verordnet, Sport zu treiben. Im Alter von 12 Jahren habe ich mich für Volleyball entschieden. Obwohl das Volleyballspiel für mich oft mit der Kontusion (beispielweise mit der Verstauchung der Fußknöchel) endete, hörte ich nicht auf sondern trainierte ich weiter. Am Anfang habe ich Volleyball nur für Spaß und zur Entspannung gespielt, im Laufe der Zeit hat sich meine Leidenschaft in Leistungssport umwandelt. Als ich begonnen habe, im Lyzeum zu lernen, musste ich doch wegen meines Stundenplans auf meine Mitgliedschaft im Volleyballklub Wisła Kraków, wo ich in einem Kadett-Team als Angreifer spielte, verzichten. Zum Glück gibt es an unserer Schule eine Volleyballmannschaft, die abends dreimal pro Woche intensiv trainiert. So kann ich mich weiter in meinem beliebtesten Sport realisieren und Medaillen gewinnen.
          Wenn ich von Perspektive auf mein Sportabenteuer blicke, meine ich, dass das eine richtige Wahl war, weil ich mich dank dem Volleyballspiel gut entwickelt habe. Die regelmäßige physische Anstrengung hat zur Verbesserung sowohl meiner Atemkapazität und Körperausdauer als auch Immunität meines Organismus beigetragen. Das finde ich im heutigen stressigen Leben sehr wichtig. Fit und sportlich bleiben – wurde meine Lebensdomäne. Wenn ich mich nach der Schule ganz ermüdet fühle, erweckt mich zweistündiges Training wieder zum Leben. So bekomme ich die Lust, Hausaufgaben zu machen und sich für den nächsten Schultag vorzubereiten, zurück.
          Dieser Sportart verdanke ich noch etwas mehr. Volleyball spielend habe ich mir Pflichtbewusstsein, Gewissenhaftigkeit, Fleiß und Gruppenverantwortung beigebracht, womit ich sehr zufrieden bin. Natürlich habe ich auch wetteifern gelehrt. Mir scheint, dass ich jetzt mehr psychisch widerstandsfähig wird, und nicht nur während des Wettbewerbes sondern auch ganz allgemein im täglichen Schulleben. Seit gewisser Zeit bin ich – wie das meine Eltern wiederholen – „besser organisiert“. Früher habe ich alles für sprichwörtliche“ letzte Minute“ gelassen. Jetzt bemühe ich alles sinnvoll zu planen und die meisten Sachen vorzeitig zu erledigen, um große Nervosität und Stress zu vermeiden. Zwar gelingt mir das nicht immer, aber es ist am wichtigsten, nicht aufzugeben.

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