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By Marta Zerbini (1994)  and Giulia Bottoloni (1994) LSP  Assisi/ Italy

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26. Mai 1909

“Meine liebe,

Ich will, dass du und unsere Kinder zu mir nach Amerika fahrt. Hier können wir bleiben und unsere Kinder im Wohlstand erziehen. Ich schicke  dir das Geld, um die Reise zu bezahlen.  Lass keine Forderungen und keine Schulden in Italien.  Bring deine Kleidung mit, die ich schon bezahlt habe, aber nimm keines von unseren Möbel mit.  Bitte vergiss deinen Reisepass nicht.

Herzliche Grüße

dein Mann Lepri Anacleto.”

 

Das ist ein Brief, den ein Mann der in Amerika emigriert war, an seine Familie in Italien geschrieben hat. Er will, dass seine Familie aus Italien nach Amerika kommt, um mit ihnen ein besseres Leben zu führen. Viele Personen sind in dieser Periode aus Italien emigriert, wie dieser Mensch, um eine Arbeit zu finden und um Geld zu verdienen, aber alles war sehr kompliziert und schwierig, vor allem am Anfang.

Es ist nicht einfach, die eigene Familie zu verlassen und in ein anderes Land zu ziehen, wo man einer anderen Sprache und einer verschiedenen Kultur   begegnet. Aber diese war die einige Lösung in einer schwierigen Periode  für viele Familien, die in der eigenen Heimat nichts mehr hatten und die deshalb fertig waren wegzugehen.

Der harteste Moment war die Reise: die Emigranten mussten während einer undefinierten Periode in einem großen Boot unter schrecklichen hygienischen Zuständen und und mit geringem Essen und Wasser bleiben. Als sie ankamen, wurden sie oft nicht gut begrüßt: Razzismus und Diskriminierung waren sehr stark in den Gastländern, die ihren Wohlstand vor den “fremden Kriminellen”  schützen wollten.


Nach einer langen Reise voll Hoffnung waren diese Menschen doch nicht sicher eine Arbeit zu finden und ein neues Leben beginnen.Die Mehrheit der Emigranten ging als Arbeiter in die Minen arbeiten. Die Frauen gingen meistens als Ammen arbeiten und das schuf ein Paradox: während sie sich um ihre Familie kümmern wollten, um Geld  nach Hause zu bringen, mussten sie sich mit den Kindern von anderen Menschen beschäftigen und ihre echte Familie vernachlässigen.

Zum Glück findet man auch viele Fälle von perfekt integrierten Emigranten, die nach viele Generationen eine neue Heimat gefunden haben, aber die Erinnerung der Vertriebenen bleibt, weil diese sowohl von ihrer Heimat als auch von ihrem Gastland abgelehnt wurden.