Heutige Zeiten begünstigen unsere Entwicklung (4)

by Monika Dziarkowska  (1995) LOK Kraków/Poland

 

Bevor ich begann, den Artikel zu schreiben, (obwohl ich da schon wusste, was ich wirklich schreiben will) habe ich meine Schulkameraden danach gefragt, was für sie die Weiterentwicklung bedeutet. Natürlich gab es so viele Meinungen wie viele Befragte. Einige würden sich gerne mit der Goldmedaille auf dem Sportspodium oder im Scheinwerferlicht auf dem roten Teppich sehen,  während andere ihre Zukunft mit der Karriere eines Wissenschaftlers banden. Da fragte ich mich, ob ich zu wenig von mir verlange…? Was ist für mich meine Weiterentwicklung? … „Mühsame Arbeit“ – gewissermaßen so wenig, aber man kann damit wirklich viel schaffen. „Investieren in sich selbst“ – aber auf dieser Weise, dass man immer sagen könnte: “ich bin am richtigen Ort, zur richtigen Zeit”. Dabei soll man alles machen, um das vor sich gestellte Ziel zu erreichen.

Glücklicherweise begünstigen heutige Zeiten diese Menschen, die konkrete Ideen für eigene Entwicklung haben und bemühen sich diese in Praxis umzusetzen. Wir müssen immer wieder lernen, wie wir den Reichtum der Informationen, die nur mit einem Mausklick zu erreichen sind, ausnutzen können. Was will ich sagen… die Welt ist jetzt offen für alle, und für diejenigen, die ihre positive Energie freigeben möchten, breitet sie ihre Arme aus. Derzeit haben wir eine einzigartige Möglichkeit, zu reisen – sowohl mit dem Schüleraustausch als auch privat mit der Familie. Die Gelegenheit, Fremdsprachen zu lernen und Spezifität von anderen Kulturen kennen zu lernen, scheint mir das wichtigste Aspekt der heutigen, persönlichen Entwicklung zu sein. Zwar ich muss bemerken, dass ich mich zur Form des Schüleraustauschs noch überzeugen muss, aber ich plane, alle Angeboten, die mir mein Lyzeum anbietet, in Anspruch zu nehmen und ich hoffe, dass meine zukünftige Universität auch ein breites Spektrum für mich haben würde – ich würde gerne ins Ausland in die Rahmen des internationalen Programms für Studenten fahren. Jetzt bin ich noch nicht fertig. Natürlich habe ich viele Optionen und die Wahl würde nicht einfach sein, aber das motiviert mich nur noch harter zu arbeiten.

Gibt es etwas in diesem Fall, was meine Weiterentwicklung verhindern kann? Ganz bestimmt, Übermaß der Informationen und Herausforderungen Fähigkeitsmangel sich auf die wichtigsten Aufgaben zu konzentrieren, süße Faulheit, Unsicherheit, Selbstvertrauenslosigkeit, und manchmal auch Überarbeitung … Wir müssen doch immer streben, besser oder sogar am besten zu sein. Wenn wir von diesem Gesichtspunkt ausgehen, dass wir wissen, was wir erreichen wollen … können wir sicher sein, dass der Erfolg gleich um die Ecke ist.

7 Responses to “Heutige Zeiten begünstigen unsere Entwicklung (4)”

  1. Ich stimme vӧllig mit dem Artikel überein: die Zukunft ist sehr nah!
    Ich sehe auch die Reise als die beste Gelegenheit, in der Tat glaube ich, dass die Auslandserfahrung unsere persönliche Entwicklung fördert.
    Dieses Jahr soll ich die Universität wählen; aus diesem Grund denke ich, dass 2013 das Jahr des Wandels für mich wird.

    Ich bin eine Träumerin, aber in dieser wichtigen Situation ist es notwendig, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben.
    Ich habe einen doppelten Plan: ich möchte am liebsten in England studieren; aus diesem Grund habe ich in diesen Tagen Anfragen an mehrere englische Universitäten geschickt.

    Im April werde ich die Rückantworten bekommen, so kann ich mich entscheiden. Aber falls die Antworten negativ sein werden, kann ich in Mailand studieren.
    Es ist richtig, die Zukunft ist im Moment sehr unsicher, aber wir müssen unsere besten Qualitäten ausnutzen.
    Sicherlich wird sich alles ändern, meine Gewohnheiten, meine Haus, aber die wichtigsten Sachen wie die Familie und die Freunden werden immer mit mir bleiben.

  2. Hallo alle (:
    Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich einerseits den Artikel von Monika, andererseits eure Kommentare (besonders den von Celina) sehr interessant finde. Ich denke, dass dies ein Thema ist, das viele von uns sehr beschäftigt. Wie ihr alle richtig erkannt habt, haben wir heutzutage viele tolle Möglichkeiten – sei es in der Ausbildung oder beim Reisen – mehr als noch unsere Großeltern zum Beispiel hatten. Erst kürzlich machten wir in unserem Geschichtsunterricht ein Projekt, bei dem wir möglichst betagte Personen interviewen sollten und ich konnte dabei feststellen, dass wir uns wirklich glücklich schätzen können, eine solche vielfältige Auswahl an Wahlmöglichkeiten zu haben.
    Jedoch möchte ich hierbei gerne anmerken, dass nicht jeder diese Vorzüge genießen kann. Wir – Jugendliche in Europa – haben vielfach mehr Chancen als unsere Alterskollegen in ärmeren Ländern, wo ein Schulbesuch keine Selbstverständlichkeit ist. Daher wäre es für mich wichtig, dass in Zukunft nicht nur einem Teil der Bevölkerung sondern jedem die Chance zur Bildung eingeräumt wird.
    Weiters wurde auch schon richtig erwähnt, dass man durch diese große Anzahl an Möglichkeiten oft recht ratlos und orientierungslos wird. Dem kann ich nur zu stimmen. Viele Jugendliche wissen (in Österreich) zwar, dass sie die Reifeprüfung ablegen wollen, doch was danach kommt ist ihnen noch nicht klar. Für mich ist die Frage nach der richtigen Studienwahl, dem richtigen Job sehr verbunden mit der Frage, was ich in meinem Leben überhaupt machen will, was ich bewirken will bzw. die Frage nach dem Sinn.
    Es stimmt, dass man wenn man hart für etwas arbeitet, dies sicher eher erreicht. Jedoch möchte ich auch sagen, dass Erfolg (zu mindestens materieller) nicht unbedingt ein Garant ist für ein erfülltes Leben und dass Scheitern keinen Weltuntergang bedeuten soll, solange man wieder aufsteht und immer versucht, das Beste aus einer Situation zu machen.

  3. Liebe Monika,

    du behauptest in deinem letzten Abschnitt, dass eine große mentale Stärke sowie eine ständige Leistungsbereitschaft unsererseits vonnöten seien, damit wir im Leben Erfolg haben. Einerseits stimme ich dir zu, denn nur großer Fleiß, Ehrgeiz und die Bereitschaft sich stetig weiterzuentwickeln, vermögen uns einen gutbezahlten, zukunftssicheren Job sowie das Glück am Arbeitsplatz zu bescheren, was sich ja nicht ausschließlich über die Höhe des Gehaltes definiert.
    Andererseits finde ich es sehr verwerflich, dass die moderne Gesellschaft immer höhere Anforderungen an uns Jugendliche stellt, vor allem in Bezug auf schulische Leistungen, obgleich uns nicht die notwendige Zeit zugestanden wird, uns an diese neuen Erfordernisse angemessen anzupassen. Man erwartet von Schülern, den erhöhten Belastungen unkommentiert standzuhalten und dem Leistungsniveau gerecht zu werden, was Politiker für uns festgesetzt haben. So ist es zumindest in der Bundesrepublik Deutschland die letzte Jahre vonstatten gegangen. Infolgedessen frage ich mich: Bedenken die Verantwortlichen, dass eine höhere Leistungsbereitschaft nur durch einen glücklichen Grundzustand erreicht werden kann? Das um ein Jahr verkürzte Abitur in Deutschland (nicht mehr nach 13, sondern nach 12 Jahren) verlangt den Schülern sehr viel Kraft und Durchhaltevermögen ab, weil sich diese unerwartet und sehr plötzlich mit stark erhöhten leistungsbezogenen Anforderungen, einem höheren Pensum an Klausuren und Hausaufgaben sowie einer neuen Lebenssituation konfrontiert sehen. Sie müssen sind selbst verantworten, selbstständig agieren und sich eigenständig weiterentwickeln, damit sie das neue Level erreichen können.

    Generell hält fortwährend mehr Dynamik und Zeitmangel Einzug in unser Leben, sodass wir gezwungen sind, uns der globalen Veränderungen bestmöglichst zu unterwerfen. Doch allem Streben nach Erfolg zum Trotz, sollten wir Schüler nie vergessen, dass Glück nicht nur im schulischen oder beruflichen Erfolg wurzelt, sondern vor allem auf Familienleben und Freundschaft basiert. Glück ist sehr individuell zu definieren, deshalb spreche ich hier nur für mich, aber den Erfahrungen meiner Mitmenschen nach zu urteilen, liegt Glück eben nicht nur im persönlichen, materiellen Erfolg. Das darf nicht vergessen werden.
    Ich denke, die Balance in diesem Konflikt zu finden, sollte eine Aufgabe sein, der sich jeder Heranwachsende stellen muss, auch, um eine eigene Identität herausbilden zu können.

  4. Hallo Monika,
    ich habe deinen Artikel und auch die vorhandenen Kommentare mit großem Interesse geschrieben.
    Durch deinen Artikel hast du es geschafft, ein sehr komplexes Thema umfassend und treffend darzustellen. Dabei hast du mir auch viele Denkanstöße gegeben.
    Ich denke, dass es schwer zu sagen ist, ob wir heutzutage mehr oder weniger Möglichkeiten haben. Es sind vielmehr andere und neue Möglichkeiten und Wege, die uns zur Verfügung stehen, während bereits Vorhandene tlw. nicht mehr möglich sind.
    Ich finde, dass Celinas Kommentar eine sehr sinnvolle Weiterführung oder Ergänzung zum Artikel ist.
    Zu ihrer Frage, was Unentschlossene tun können: Ausprobieren! Und zwar alles, wozu man Lust hat. Ob durch Praktikas, auf Schnuppertagen oder in der Schule zB. mit dem Comenius Projekt. Denn, wenn man etwas selber probiert hat, kann man auch viel besser für sich selbst entscheiden, ob es einem gefällt! Außerdem lernt man dadurch auch vieles Neues über Berufe, Kultuten und sich selbst kennen.
    Schließlich sind es Erfahrungen, die uns zu einer persönlichen Entwicklung bringen.
    LG
    Jacqueline

  5. Peters A says:

    Ich finde deinen Artikel sehr gelungen, jedoch ist dieser meiner Meinung nach eher einseitig gehalten. Ich denke, dass heutige Zeiten unsere Entwicklung nicht unbedingt begünstigen; es gibt viele Probleme mit denen vor allen Dingen wir Jugendlichen konfrontiert werden, wie beispielsweise der Klimawandel, politische Probleme, etc., mit denen Generationen vor uns sich nicht oder nur in geringem Maße beschäftigen mussten. Natürlich gibt es auch die von die genannten Vorteile, mehr reisen zu können und insgesamt sehr vielseitige Möglichkeiten zu haben, doch bringt dies auch Schwierigkeiten: Es gibt viele Möglichkeiten ins Ausland zu gehen, viele unterschiedliche Studiengänge, viele Ausbildungsmöglichkeiten, usw. sodass es für viele Jugendliche schwer ist, sich für den richtigen Weg zu entscheiden. Ich denke, dass das von die genannte Übermaß an Informationen (und Möglichkeiten) ein sehr großes Problem darstellt und dass für viele Menschen der Erfolg nicht gleich um die Ecke ist. Es gibt einige Jugendlich, die schnell wissen, was sie beruflich machen möchten und dann auch Erfolg haben, aber es gibt auch genügend, die mit einer festen Vorstellung keinen Erfolg haben. Insgesamt bin ich der Meinung, dass heutige Zeiten uns das Leben eher schwerer machen.

  6. Ich finde, dass dein Artikel sehr gut die Tatsache wiederspiegelt, wie sehr sich die globale Entwicklung auf unsere heutige Zeit auswirkt. Mir ist beim Lesen deines Artikels bewusst geworden, wie viele Chancen und Möglichkeiten wir heutzutage haben. Medizinischer Fortschritt ermöglicht uns ein längeres Leben als noch vor 200 Jahren und technischer Fortschritt ermöglicht uns eine internationale Kommunikation und schafft so, auch zwischenmenschliche Beziehungen, die über Landesgrenzen hinausgehen.

    In den Punkten ,die du zur Behinderung der Weiterentwicklung genannt hast, gebe ich dir vollkommen Recht. Der Fortschritt verdrängt uns auch. Nicht umsonst sind so viele Menschen arbeitslos, weil viele ihrer Jobs durch Maschinen ersetzt wurden. Die Angst, unnütz zu sein, bringt viele dann dazu, nicht mehr auf sich selbst zu vertrauen und das Handtuch zu werfen. Wir sollten uns aber nicht vom technischen Fortschritt behindern lassen, schließlich wurde er gefördert um unser Leben einfacher zu machen, und nicht um uns den Sinn zu nehmen. Wir sollten uns auch nicht einreden, dass etwas unerreichbar ist, nur weil es schwer umzusetzen ist. Wir sollten lieber aufstehen und dafür arbeiten!!

  7. Hallo Monika,
    dein Artikel hat mir sehr gut gefallen! Ich finde, dass du sehr gut herausgearbeitet hast, welche Fragen Jugendliche in unserem Alter sich immer wieder stellen müssen, wenn sie über ihre Zukunft nachdenken. Was will ich werden? Was will ich errreichen? Was interessiert mich? Oder was sind meine persönlichen Ziele? Ich denke wirklich, dass sich jeder Einzelne in gewisser Weise mit diesen Fragen identifizieren kann. Des Weiteren können diese vielen Fragen jedoch auch zur Folge haben, dass ein Zustand der Orientierungslosigkeit eintrifft und man nicht mehr weiß, was man will.

    Ich bezweifle nicht, dass man, wenn man sich seiner Ziele bewusst ist, gute Vorraussetzungen hat diese zu realisieren, jedoch kommt es oft vor, dass man gar nicht so genau weiß, was man will.
    Ich denke, dass jeder seine eigene Identität zuerst finden muss, um beurteilen zu können, was er in seinem Leben erreichen will.
    Dies wird, wie du in deinem Artikel erklärst, einfacher durch die Möglichkeit auch andere Sprachen und Kulturen kennenzulenern, jedoch ist es durch den Überfluss an Informationen auch schwer . Zwar bietet das Internet uns heute die Möglichkeit uns vielseitig in verscheidenen Gebieten zu bilden, es kann aber auch zu Verwirrung führen, die darin resultieren kann, dass man seine Ziele aus den Augen verliert.

    Du hast gut erklärt, dass man alle seine Absichten mit harter Arbeit erreichen kann, man brauche dazu nur genug Durchhaltevermögen und Ausdauer, aber wie denkst du kann man für sich selbst herausfinden, welche Ziele man verfolgt? Was für Tipps würdest du denen geben, die kein konkretes Ziel haben und denen, die sich nicht klar darüber sind, was sie erreichen wollen?

    Ich bin gespannt auf deine Antwort!

    Liebe Grüße!