Our grandparents’ youth: An interview with Lara’s grandmother

February 1st, 2012 by knapp3britta3t

by Lara Gerstbauer (19 ) BORG Krems, Austria

Lara interviewed her grandmother about everyday life in her youth. They talked about food, holidays, television, religion and education in former times.

Ich habe meine Oma Maria Gerstbauer interviewt.

Sie ist eine kleine, pummelige Frau im Alter von 82.

Ihr liebes, rundes Gesicht lädt auf den ersten Augenblick ein, mich zu ihr an den Tisch zu setzen.

Also hab ich mich hingesetzt und sie gefragt „Du Oma, kannst du mir ein paar Fragen zu deiner Jugend beantworten?“ und sie hat meine Fragen bejaht.

Meine erste Frage war „Wie war damals die Stellung der Frau?“, und sie hat geantwortet: „Naja, also ein Wahlrecht haben wir Frauen schon gehabt, aber erst ab 21 Jahren, denn dann war man „großjährig“, also volljährig. Aber es war eher üblich, dass die Frauen zuhause geblieben sind und dass der Mann arbeiten war.“

Dann hab ich sie gefragt: „Und wie war das mit dem Essen? Hat es irgendwelche besonderen Tage gegeben?“
Sie denkt kurz nach und sagt dann: „Also, der Feitag war ein Fasttag und es war üblich, dass man im eigenen Garten Gemüse angebaut hat und sich Hendln, Schweinderl oder Schafe, je nach Platz, gehalten hat.“

„Wie war´s mit dem Fernseher?“

Meine Oma schaut mich mit großen Augen an und sagt: „Aber Lara, wir haben ja keinen Fernseher gehabt, zu unserem Haus waren keine Stromleitungen gelegt, weil es nicht gegangen ist damals. Ich hab meine Hausübungen mit der Petroleumlampe gemacht. Bei uns war ja nicht einmal die Straße asphaltiert!“

Und somit hat sie mir auch gleichzeitig meine 3. Frage beantwortet, nämlich wie das mit dem Strom und elektrischen Geräten war.

„Oma, wie war´s in der Schule?“

„Also – Beginn war um 7:30 bis 13:15, aber wenn Fliegeralarm war, sind wir meistens schon um 11 heim oder in den Luftschutzkeller geschickt worden!“

„Und wie war das mit der Religion in deiner Familie?“
„Meine Eltern waren sehr religiös, vor allem Religionsunterricht war wichtig und die Kirchgänge. Ich weiß noch, die Messen waren jeden Tag um 6:00, um 7:00 und um 9:00, und am Sonntag waren sie um 6:00, um 7:, um 8:00 und um 9:00.

Aber die 8 Uhr Messe war die Hauptmesse, da ist immer die ganze Familie gemeinsam hingegangen.“

„Und die Familienverhältnisse, wie waren die so?“

„Der Vati ist arbeiten gegangen, der war Zimmermann, der ist nicht eingerückt, weil der schon zu alt war und die Mutti war daheim und hat sich um die Hendl gekümmert und hat das Feld betreut!“

Meine nächste Frage war, wie es mit den Ausbildungsmöglichkeiten ausgeschaut hat, und sie hat geantwortet: „Nach der Hauptschule hat man in das Gymnasium, in die Handelsschulen, in eine HAK oder in eine Haushaltsschule gehen könne.“ – „Und was hat man dann für eine Abschluss? Also, konnte man die Matura irgendwo machen?“

„Ja, die hat man aber nur im Gymnasium oder in einer HAK bekommen, aber eine HAK war für viele nicht leistbar und in der Handels- oder Haushaltsschule hat man auch eine sehr gute Bildung bekommen und die waren leistbar!“

„Und war studieren üblich?“

„Nein, bei uns in der Gegend nicht, es war sehr teuer und die Leute sind nach den Schule alle arbeiten gegangen

„Okay Oma, eine Frage hätt’  ich da noch: Wie war die medizinische Versorgung?“

„Naja, die Leute sind selten zum Doktor gegangen und auch nur im größten Notfall ins Krankenhaus! Es hatte ja jeder seine eigenen Heilmittel zuhause!“

„Aber warum sind dann so viele Kinder gestorben?“

„Weil manche Kinder eine ansteckende Krankheit, wie Lungenentzündung, bekommen haben und damals hat es ja noch kein Antibiotikum gegeben!“
„Ah, so war das also! Danke Oma!“

„Ja bitte Larile.“

BORG Krems, Austria schoolteam

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February 1st, 2012 by knapp3britta3t

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