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Was das Treffen der trait d‘union Redakteure 2012 in Šilutė/Litauen in uns veränderte

By Ana Barrena (1996), Cora Blanco (1995),  Barbara Dominguez (1995), Paula Gorrochategui (1995) and Alicia Hernani (1995) – Deutsche Schule Bilbao/Spain.

Viele von uns stellten sich die Frage, was uns eigentlich in Šilutė und in Litauen erwartete, da wir dieses Land nicht kannten. Wir hatten nur eine vage Vorstellung, was uns beunruhigte. Niemand ist ruhig, wenn er nicht weiß, was ihn weit weg von zu Hause erwartet. Was wir uns unter Litauen vorstellten: Land an der Ostsee, ein ländliches Leben, weit entfernt von unseren Gewohnheiten. Wie dachten, dass es hart sein würde, uns daran zu gewöhnen, doch hatten uns geirrt.

Am Anfang schienen sich unsere Vorahnungen zu bestätigen: Kühe, Bäume, viele Bäume, gerade Zugschienen, unendliche Autobahnen, Bushaltestellen mitten im Nichts…

Auch Šilutė fanden wir klein, aber irgendwie angenehm. Aber bis jetzt kannten wir nur die Landschaft, nicht das Leben und die Menschen. Wir fragten uns die ganze Zeit: Werden sie nett sein? Werden wir uns gut mit ihnen verständigen können? Unsere Unsicherheit würde bald verschwinden…

Als wir ankamen, warteten unsere Partner schon auf uns. Sie sahen begeistert aus, dass war aber bei uns das Gleiche. In wenigen Minuten entstand eine angenehme Stimmung. Es war nicht schwer, eine Unterhaltung mit ihnen zu führen, da wir alle Englisch sprechen konnten. Einige besser als andere. Die Mimik spielte auch eine große Rolle in unseren Gesprächen, was die Stimmung beeinflusste und  unsere Scheu vernichtete. Eine Tour durch Šilutė war der Beginn einer internationalen Freundschaft. Wir tauschten Erfahrungen und Kenntnisse aus, wobei wir erkannten, dass die Unterschiede zwischen uns nicht so gewaltig waren, wie wir sie uns vorgestellt hatte. Mit der Zeit wurde dies immer deutlicher.

Aber das eigentliche interkulturelle Kennenlernen begann am nächsten Tag. Sieben europäische Kulturen trafen sich an der (….) Schule, wobei sie sich jeweils durch eine Präsentation vorstellten. Somit hatten wir einen ersten Eindruck über Deutschland, Polen, Österreich, Italien, die Türkei und Litauen und ihren jeweiligen Repräsentanten. Aber eigentlich waren nicht die Präsentationen die Ursache für unser Interesse am Kennenlernen der anderen Teilnehmer sondern der persönlicher Kontakt, was einen ehrlichen Eindruck in uns hinterließ.

Šilutė hatte viel unterschiedliche Gesichter, die wir durch deine Stadttour am Nachmittag erfassten. Man erkannte gleich das Šilutė viel beeinflusst wurde in der Geschichte durch andere Staaten und Kulturen, die in der Gegend situiert waren: das alte Preußen, das kommunistische Russland… Das alte Preußen wurde deutlich durch die Inschriften auf Deutsch in einigen Kirchen und ein mansche Statuen deutscher Persönlichkeiten. Wir fühlten uns angesprochen da wir Teil unserer Bildung in der Deutschen Schule in Litauen wiederfinden konnten. Wie wir schon vorher erwähnt hat auch das kommunistische Russland seine Spuren in Šilutė hinterlassen, besonders im Bereich der Sprache und der Architektur.

Besonders interessant war die Teilnahme an den Workshops, die am Dienstag und Donnerstag stattfanden. Wir konnten unter acht verschieden Projekten aussuchen: Projekt Kindergarten (2), artistische Installation, Glasschmuckherstellung, Armbandherstellung, Drachen steigen, Theatergruppe und Journalisten. Damit waren wir verpflichtet uns mit anderen Teilnehmern zu unterhalten, was sich aber nach und nach in einen Genuss verwandelte. Aber nicht nur die interkulturellen Gespräche wurden dabei gefördert, sondern auch der Ehrgeiz, das Projekt mit Erfolg zu beenden, wurde dabei erweckt. In unseren Projekten haben wir nicht nur uns auf die Gespräche mit anderen konzentriert, sondern der Zweck unserer Projekte war viel umfangreicher. Somit haben wir zum Beispiel den Schülern in den Kindergarten über Nahrung informiert und gleichzeitig das Interesse am Projekt in den Kinder erweckt,  besonders dadurch das wir Ausländer waren ( was Teil des Alltages in Šilutė nicht ist). Als wir die Workshops beendeten, war eine Präsentation erforderlich.

Ausflüge waren ein wichtiger Punkt in der Organisation des Programmes, die am Mittwoch und Freitag stattfanden. Wir hatten bis jetzt die Menschen kennengelernt, es fehlte aber das genauere Forschen der Umgebung und der Geschichte Litauens. Am ersten Tag besichtigten wir ein Museum und später die Stadt am Haffen, Palanga. Beeindruckt waren wir als die Tour durch Museum vorbei war, da wir viel über die Traditionen lernten und sie mit unseren Eigenen verglichen. Dabei erkannten wir viele Gemeinsamkeiten zu Unseren und konnten somit mit mansche Aspekte der litauischen Kultur logisch interpretieren. Palanga forderte unsere Kenntnisse auf eine andere Weise. Es ist ein Ort der Erholung, wo Stress und Probleme verschwinden, sowie eine Stadt des Tourismus (erkennbar durch die Preise und die Souvenirshops). Bemerkenswert war die Begeisterung der Menschen am Fischen, die überall am Strand sich befanden.

Am Freitag besuchten wir Nida. Eine andere Besichtigung an der Nordküste. Um dort anzukommen fuhren wir mit einem Schiff, welches uns einen anderen Blickwinkel der Landschaft von Litauen ermöglichte. Beeindruckend war die Lagune, da wir nichts Ähnliches in Spanien zu oft erblicken können. Obwohl es ein Fluss war, sah es wie das Meer aus, unendlich. In Nida angekommen betrachteten wir die Dünen, die größten des Landes. Schade war aber, dass das Wetter nicht mitmachte, Grund dafür, dass wir das Wandern am Berg ausstreichen mussten.

Der Freitag war aber immer noch nicht vorbei. Ein Fußballspiel folgte, wobei alle erkannten, dass Litauer eher Basketballspieler als Fußballspieler sind. Die internationale Mannschaft gewann mit einem großen Vorsprung, was uns alle überraschte. Die Stimmung war aber sehr gelassen, was auf der Erkenntnis basiert, dass Sport Menschen vereinigt.

Am Samstag hatten wir Freizeit, die eigentlich nützlich für uns war, da wir die letzten Momente mit unseren neuen Freunden gelassen genießen konnten. Den ganzen Vormittag verbrachten wir in Klaipeda, wobei wir lernten, dass wir mit dem Verkehr aufpassen mussten, weil wir fast von einem Busfahrer überfahren wurden, der es ziemlich eilig hatte. Doch eher als ein Schreck, hatte dies eher die Bedeutung einer Anekdote, über der wir immer noch lachen.

Jetzt wo wir wieder zu Hause sind, müssen wir zugeben, dass wir all unsere Freunde aus Litauen und aus den anderen Schulen sehr vermissen; wir denken jeden oft an sie und lachen immer noch über die lustigen Momente, die wir dort zusammen erlebt haben. Insgesamt haben wir viel voneinander gelernt, über das Essen, das Aussehen, den Humor und das Zusammenleben mit anderen Kulturen. All diese schönen Erinnerungen werden an allen von uns hängen bleiben.

Die Reise hat uns nämlich alle verändert, denn durch sie sind wir als Menschen reifer, toleranter und selbstständiger geworden. Dieses Erlebnis, das uns das COMENIUS-PROJEKT ermöglicht hat, hat uns nicht nur zu ausländischen Schülern näher zusammengebracht, sondern auch zwischen uns Spanier. Wir alle haben uns selber besser kennengelernt uns gemeinsam auf diesem Abenteuer als Team gearbeitet!

Printversion: Was das Treffen der trait d‘union Redakteure 2012 in Silute in uns veränderte

Unsere Welt in Veränderung

By Cora Blanco (1995), DSB Bilbao/Spain.

Die groβen und zum Teil auch gefährlichen Veränderungen, die in unserer Welt immer häufiger erscheinen, sind nicht länger zu ignorieren. Seitdem der Mensch mit Chemie und Technisierung in die Natur eingegriffen hat, hat er die Kontrolle über die Konsequenzen verloren, die daraus folgten. Dazu ist zu bemerken, dass diese Veränderungen immer schneller und drastischer aufeinander folgen und uns alle betreffen. Die drei wichtigsten Säulen, wo Veränderungen eine bedeutende Rolle spielen, sind die Entwicklung der Technologie, das Wachstum der Bevölkerung und der Klimawandel.
Die Bevölkerung wuchs bzw. wächst aufgrund der Abnahme der Sterblichkeit, nicht wegen der Zunahme der Geburten. Dazu trugen viele unterschiedliche Faktoren bei, wie die Anpflanzung von Knollen, von denen sich ein Groβteil des Viehs während des Winters und der Kältezeiten ernähren konnte, oder der Ersatz von weniger nahrhaftem Getreide durch Hülsenfrüchte. Auch die Selbsthygiene hat sich im Laufe der Zeit dank der Erfindung der Seife und der Kleidung sehr verbessert, wodurch viele Infektionen vermieden werden konnten. Ein weiterer Faktor ist die Entdeckung der Impfung, die die Verbreitung vieler tödlicher Krankheiten verhindert und sogar heilt. Insgesamt führte der Fortschritt der Medizin zum allgemeinen Bevölkerungswachstum.
Doch diese Entwicklung hat auch ihre Konsequenzen, wozu eines der beängstigendsten und meistdiskutierten Problemen zählt, die Wasserkrise. Diese wird nicht nur auf die zurzeit betroffenen Regionen Auswirkungen haben, sondern auch auf Orte, denen es heute an Wasser nicht mangelt. Die Überbevölkerung vieler Regionen der Erde, die in den Megastädten am dramatischsten erkennbar wird, bedroht sowohl die Lebensgrundlagen der Menschen als auch ihre Lebensqualität.
Neue Technologien bedeuten eine umfangreiche Vereinfachung für den Mensch, der über sie verfügt, doch an der rasanten Entwicklung der heutigen Technologien ist auch zu beobachten, wie durch sie ein groβer Teil des menschlichen Kontakts verkümmert.
Bestellungen können heutzutage per Internet aufgegeben werden, Schüler werden von zu Hause aus mit Hilfe von technischen Geräten unterrichtet und Menschen schließen im Netz neue Freundschaften. Die Verwendung all dieser Technologien in unserem Alltag diskriminiert auch die Individuen, die nicht über sie verfügen. Zahlreiche Menschen aus aller Welt können sich diesen Luxus nicht leisten und viele weigern sich, sich dieser moderneren Lebensweise anzupassen.
Auch der Klimawandel macht sich in mehreren Bereichen bemerkbar, wie zum Beispiel durch Wetterkatastrophen in der Landwirtschaft, durch die erweiternde Verbreitung von Krankheiten und Schädigungen und vor allem durch den schnell wachsenden Treibhauseffekt und den steigenden Meeresspiegel, die uns bedrohen. All dies sind Reaktionen der Natur auf das Verhalten der Menschen der Umwelt gegenüber. Das Problem ist, dass diese Bedrohungen für Pflanze, Tier und Mensch zu spät erst erkannt wurden und dass jetzt eine große Gefahr für uns alle besteht.
Zahlreiche Tierarten sind bereits verschwunden, Wüsten breiten sich schnell aus und Vieles mehr kann in kurzer Zeit geschehen, wenn der Mensch weiterhin die Umwelt missachtet.
Es ist klar zu sehen, dass zwischen den drei am Anfang genannten Faktoren ein wichtiger Zusammenhang besteht, denn die Auswirkungen von einem führen zu weiteren Auswirkungen bei einem Anderen. Es ist nicht möglich die errichteten Schäden wiedergutzumachen, doch es ist immer sinnvoll, zukünftige Katastrophen zu vermeiden.

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