Rückblick auf das 21. Jahrhundert

March 15th, 2013 by Thiel, Lothar

By Ana Barrena (1996), Deutsche Schule Bilbao/Spain.

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Albert Robida: La sortie de l’opéra en l’an 2000 (approx. 1882) – Wikipedia

My teacher gave me the following abstract, asking me whether I wanted to use it as a base for a story. Of course I wanted – however changing some detail!

It is the end of the 21st century. Because of the medical progress the average life expectancy is more than 100 years. The whole family – your children, grandchildren and great-grandchildren – came to celebrate your birthday. They ask you to tell the story of your life: A short story of the 21st century.

104 Jahre sind sehr viel Zeit und ein 104. Geburtstag ist langweilig. Das Geburtstagslied hat man schon sehr oft gehört und die winzigen Kerzen passen nicht in dem schon 103 mal gegessenen Kuchen rein. Nicht nur die Person, deren Ehrentag alle feiern, hat keinen Spaß, viel schlimmer wird es für die Gäste, die nicht mehr wissen, ob sie wieder das gleiche Rezeptbuch schenken sollen. Nie in meinen Leben hätte ich mir vorgestellt, dass mein Geburtstag eines Tages so sein würde.

Als meine Großmutter 90 wurde, gab es ein sehr großes Geburtstagsfest oder eine „Party”, wie wir so etwas damals nannten. Das war noch am Anfang des 21. Jahrhunderts, als ich sehr viele verschiedene Vorstellungen von der Zukunft hatte, aber dass ich mehr als 90 Jahre später  wegen den medizinischen Entwicklungen noch kein Herzinfarkt gehabt haben würde, war nicht Teil davon.

Doch hier warte ich nun auf den Geburtstagskuchen mit meinen drei Enkeln und ihren Kinder. Diese Kombination wirkt fast komisch. Obwohl wir eine Familie sind, sieht es so aus, als würden wir uns nicht kennen, weil wir nicht miteinander reden können. Während ich nichts zu tun habe, lesen sie interessante Bücher oder Artikel in ihren technologischen Nanogeräten, vielleicht schauen sie sogar die neuesten Filme aus der achten Galaxie oder beenden ihre Gespräche mit den Arbeitskollegen. Es kann auch sein, dass die Kleinsten die Geschichtshausaufgaben machen, denn dies ist das beliebteste Hobby für die meisten.

Als ich in ihrem Alter war, haben alle so etwas gehasst, doch durch die Entwicklungen der Lernmethoden wollen nun alle mehr lernen. Wenn sie lesen, dass die Menschen vorher Nachbarn hatten, die laut sprachen und oft feierten, wenn man schlafen wollte, lachen sie. Wenn sie lernen, dass vor 60 Jahren keine Roboter existierten und alle ihre Häuser selber putzen mussten, können sie nicht verstehen, wie man so unentwickelt leben konnte und sie verstehen noch weniger, wie sie sich mit dem Fahrrad bewegten und keine Geräte hatten, die sie überall hinbrachten.

Wenn sie merken, dass heutzutage alles viel einfacher als früher ist, sind sie glücklich. Doch in den Gesichtsbüchern ist nur ein Teil des Geschehens zu finden und die Menschheit hat immer versucht, nur über die erfolgreichen Ereignisse zu reden, um die Katastrophen zu vergessen. Deshalb wissen die Kinder der neuen Generationen alle Details über die Auswanderung zu den neuen Planeten, aber nichts von den Gründen, die dazu führten. Keiner will von der Erde reden.

Die Menschen der Erde mochten keine Geschichtshausaufgaben, aber eigentlich lebten sie glücklich. Eines Tages wurden immer mehr Leute arbeitslos und alles wurde teurer. Trotzdem dachten wir, dass die EU und andere Bündnisse eine Lösung finden wurden. Wir warteten und warteten und bald entstand ein Konflikt zwischen reichen und armen Ländern. Die Armut, die in Afrika viel größer wurde, begann sich auch in Europa und Amerika auszubreiten. Ein paar Jahre später dachten viele, dass die NGOs oder die UNO keinen Sinn mehr hätten und die reichen Länder begannen sich mit denen, die Erdgas und Erdöl hatten, zu alliieren. Jeder wusste, dass das Geld die einzige Waffe war, mit der diese Katastrophe zu gewinnen war. Deswegen wurden Minderheiten, arme Länder und Völker vernichtet. Zum Schluss waren die Weltmächte auch zerstört, denn ihre Hauptwaffe, die Atombombe, vernichtete sogar ihre eigenen Gebiete. Langsam begannen die wenigen, die überlebten, in riesigen Raumschiffen, die einst zu den geheimen Besitztümern der NASA gehörten, zu verschiedenen Planeten auszuwandern. Alle lagen sehr weit von einander entfernt, denn die Koexistenz war nach der Katastrophe nicht mehr möglich. Die Wissenschaften entwickelten sich in einer kurzen Zeit sehr stark, denn sonst hätten Menschen in einem Ort ohne Sauerstoff oder Gravitation nicht überleben können, aber bald begannen sie sich anzupassen. Mit allen diesen Neuheiten wurden alle wieder glücklich, aber alles, was die Menschheit Jahrhunderte lang geschafft hatte, wurde in weniger als 50 Jahren für immer vergessen: Gleichheit, Systeme, Frieden, Toleranz, Kultur, Kunst, Musik…

Darüber könnte ich in diesem Moment mit meiner Familie reden, doch ihnen sind die Worte einer alten Frau nichts wert und sie werden denken, dass ich noch verrückter geworden bin. Sie haben nichts aus unseren Fehlern gelernt, weil sie die Fehler nicht kennen. Bedeutet das, dass eine solche Katastrophe wieder geschehen kann?

Anscheinend ist alles möglich, denn die einzigen Schuldigen sind wir, die Menschen, und jetzt ist es schon zu spät, um alles zu verbessern. Dann ist es auch egal, ob man 104 oder 4 wird.

Print version: Rueckblick 21. Jh. – Ana Barrena, DSB

Nicht was wir verlieren, sondern was wir retten können, macht den Sinn unseres Lebens

June 29th, 2012 by barrena3ana3s

By Ana Barrena (1996), DSB Bilbao/Spain.


Last month, due to my participation in the “trait d’union” Editors’ Meeting in Šilutė, I had the opportunity of travelling to Lithuania and discovering lots of interesting places. Apart from that, I could work in international groups of teenagers, from whom I have learned a lot about life because of their different points of view. But they are not the only people I am missing, also Aurelija (my exchange partner) and her nice and helpful family. They have shown me how their country is and the most important thing: they explained me the Lithuanian past. These stories were really fascinating. This is why I didn’t think twice and when I came back to Spain, I asked a “German” woman, called Marianne Schmidtke, who was born in Klaipeda/Lithuania, about her life. At the end, the result was this interview: http://youtu.be/PI12rqLUnfY (part 1) and http://youtu.be/vnF-pvyKuII (part 2)

Marianne presents her old country as a place, where the forests and beaches are amazing and life is hard. She can’t remember much more because she had to leave Memel (German name for Klaipeda) at the age of three. Although this last thing makes the comparison more complicated, the information that we get is enough. I can say, life has changed in the last 70 years in Lithuania so much as in all European countries, but we can still find some villages with lots of big and successful farms.

After having heard her description, I imagined a beautiful and peaceful landscape and this is exactly what I saw during the Comenius-week and I can say that Marianne’s opinion is completely wrong when she thinks that nobody will never find the places that Germans left when Russians arrived. From my point of few, I say that this is a subjective answer, but this is the unique thing of interviews, we learn about topics and also how they influence people.

This time it has helped me to discover that the biggest change in this country are Lithuanians. None of them would say that life was better years ago. So many changes are unimaginable. However the Lithuanian people have always stayed together and neither the different ideas nor the thousands of invasions have been strong enough to destroy this union.

“Your homeland is there, where you feel happy and save” is one important lesson I will never forget. After the Second World War lots of Germans lost everything they had, but they kept it forever in their memories, and their nationalities are now one thing that they could create from the small pieces they went putting in their suitcase. This fact made them learn to tolerate. And this is why we should forget borders and start thinking less about patriotism and more about how to help each other. I think this could be the solution to conflicts and wars, such as those that the Lithuanians suffered.

The interview links: http://youtu.be/PI12rqLUnfY (part 1) + http://youtu.be/vnF-pvyKuII (part 2)

Nicht was wir verlieren – Ana Barrena, DS Bilbao

Ist Australien noch ein “Dreamland” ?

May 26th, 2012 by barrena3ana3s

By Ana Barrena (1996), DSB Bilbao/Spain.


Mach die Augen zu und stellt dir einen wunderschönen Ort vor, wo die Sonne immer scheint, die Heizung alle Monate lang ausgeschaltet bleibt und ein Leben ohne Stress möglich ist. Dorthin würdest du in jedem Moment reisen, wenn du die Gelegenheit hättest.
Australien. Nicht wahr?
Unendliche Tierarten, unbeschreibare Pflanzen, gigante Wellen und noch vieles Mehr machen aus dieser riesigen Insel im Mitten des Ozeans ein Land wovon die Mehrheit des jetzigen Jugendlichen träumt. Doch wir sind nicht die ersten. In diesem Land spielten Träume schon vor 40.000 Jahren die wichtigste Rolle.
Ist diese Vorstellung von Australien aus einer sehr weit entfernten Ecke der Welt trotzdem realistisch?

Obwohl fünf Wochen nicht Zeit genug sind um ein Land und seine Kultur kennenzulernen, bin ich vor zwei Monaten richtung Süden geflogen. Mehr als 30 Stunden war ich unterwegs in Amsterdam, Kuala Lumpur oder irgendwo in der Luft bis ich in Adelaide ankam. An diesem noch sommerlichen Morgen, so müde wie ich war, hätte ich mir alles vorstellen können, ausser das, was passiert ist.
Als sich die Tür öffnete konnte ich endlich frische Luft atmen, aber ich hatte überhaupt keine Zeit es zu geniessen. Plötzlich sah ich zwei Menschen die mir winkten. Es war ein komischer Mann, der eine Lederhose trug. Neben ihm stand eine Frau, die noch deutscher als er aussah. Sie waren meine Gasteltern! Süddeutsche in Südaustralien!
Sowas hatte ich mir nie Vorgestellt und schon nach der ersten Minute merkte ich, dass diese Wochen etwas ganz besonderes sein würden und es ist wirklich so gewesen.
Jede Woche war interessanter und schöner als die davor, denn Australier denken, dass das Leben zu kurz sei um sich zu anstrengen.
Einen Monat lang lebte ich in dem winzigen Dorf Macclesfield in einem zwischen tausenden von Eukalipten versteckten Haus. Vielleicht sah ich deshalb, das was ich jeden Tag machen musste nicht wie eine Routine, aber dafür haben auch die Waldorf Schule ( an der das Yogaunterricht am strengsten war), die lustige Surfkurse und die Einwohner, die immer wenn etwas schief geht “ Fair enough!” ( wie “Kein Problem!”) sagen, auch wenn es die schlimmste Katastrophe gewesen ist, geholfen.
Die ersten vier Wochen gingen sehr schnell vorbei und die letzte Woche nicht zu verswenden  fuhr mich die Familie zum Norden. Dort wo man eine einzigartige Landschaft findet. Eine riesige Savanne . Der Outback, wo das Leben für Menschen fast unmöglich ist. Nur wenige Europäer konnten hier überleben als sie vor mehr als hundert Jahren einwanderten. Trotzdem lebten Aborigines Jahrhunderte lang auf diesem flachen Ländern.
Jetzt sind das einzige wirklich Australische, dass man dort noch finden kann die Kängurus und Emus. Als ich es sah, erfuhr ich die Wahrheit dieses landes. Die australische Küste ist ein Paradies. Nachkommen von Engländern,Iren, Deutschen, Griechen, Italienern usw. bilden eine perfekte Gesellschaft in der sich alle respektieren und die traumvolle Natur geniessen . Diese Beschreibung ändert sich wenn man die Küste verlässt. Die unbewohte  Täler waren vor 150 Jahren magische Orte, wo ganze Tribus ihre Feste feierten und was ist mit denen passiert?
Man muss sagen, dass das jetzige Australien zu bilden nichts einfaches war. Am Anfang sollten Weissen, die einzigen Einwoner sein. Deshalb sollten Aborigines vernichtet werden. So ging es weiter bis die Menschen Rechte auch in dieser Insel eingeführt wurden. Ihr leben hat sich verbessert, aber sie werden die Geschichte nie vergessen.
Nur 517.000 haben überlebt, das heisst ein 2,3% der Bevölkerung. Heutzutage können wir es nicht glauben, dennoch hat ganz Australien bis vor einer kurzen Zeit nur ihnen gehört.

Die Welt verändert sich immer schneller. Oft führt das nur zu sehr possitiven  Änderungen, doch es ist nicht immer so und das kann man, meiner Meinung nach, in diesem Fall gut erkennen. Australien ist die Insel der Surfwettbewerbungen geworden, ihre Konflikte ohne ausgelöst zu haben. Während sich eine Gruppe freut, müssen andere weiter leiden. Sowas ist auch in anderen Ländern passiert. Wie zum Beispiel; in Kanada mit den Inuits, in der U.S.A mit den Indianern und in den meisten Ländern Südamerikas.
Wir sind nicht die ersten, die solche Länder mögen, aber wir sollten auch nicht die letzten sein.
Sind wir nicht die Generation, die eine Lösung für diese Probleme finden kann?

Hello world!

May 24th, 2012 by barrena3ana3s

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