Ist Australien noch ein “Dreamland” ?

By Ana Barrena (1996), DSB Bilbao/Spain.


Mach die Augen zu und stellt dir einen wunderschönen Ort vor, wo die Sonne immer scheint, die Heizung alle Monate lang ausgeschaltet bleibt und ein Leben ohne Stress möglich ist. Dorthin würdest du in jedem Moment reisen, wenn du die Gelegenheit hättest.
Australien. Nicht wahr?
Unendliche Tierarten, unbeschreibare Pflanzen, gigante Wellen und noch vieles Mehr machen aus dieser riesigen Insel im Mitten des Ozeans ein Land wovon die Mehrheit des jetzigen Jugendlichen träumt. Doch wir sind nicht die ersten. In diesem Land spielten Träume schon vor 40.000 Jahren die wichtigste Rolle.
Ist diese Vorstellung von Australien aus einer sehr weit entfernten Ecke der Welt trotzdem realistisch?

Obwohl fünf Wochen nicht Zeit genug sind um ein Land und seine Kultur kennenzulernen, bin ich vor zwei Monaten richtung Süden geflogen. Mehr als 30 Stunden war ich unterwegs in Amsterdam, Kuala Lumpur oder irgendwo in der Luft bis ich in Adelaide ankam. An diesem noch sommerlichen Morgen, so müde wie ich war, hätte ich mir alles vorstellen können, ausser das, was passiert ist.
Als sich die Tür öffnete konnte ich endlich frische Luft atmen, aber ich hatte überhaupt keine Zeit es zu geniessen. Plötzlich sah ich zwei Menschen die mir winkten. Es war ein komischer Mann, der eine Lederhose trug. Neben ihm stand eine Frau, die noch deutscher als er aussah. Sie waren meine Gasteltern! Süddeutsche in Südaustralien!
Sowas hatte ich mir nie Vorgestellt und schon nach der ersten Minute merkte ich, dass diese Wochen etwas ganz besonderes sein würden und es ist wirklich so gewesen.
Jede Woche war interessanter und schöner als die davor, denn Australier denken, dass das Leben zu kurz sei um sich zu anstrengen.
Einen Monat lang lebte ich in dem winzigen Dorf Macclesfield in einem zwischen tausenden von Eukalipten versteckten Haus. Vielleicht sah ich deshalb, das was ich jeden Tag machen musste nicht wie eine Routine, aber dafür haben auch die Waldorf Schule ( an der das Yogaunterricht am strengsten war), die lustige Surfkurse und die Einwohner, die immer wenn etwas schief geht “ Fair enough!” ( wie “Kein Problem!”) sagen, auch wenn es die schlimmste Katastrophe gewesen ist, geholfen.
Die ersten vier Wochen gingen sehr schnell vorbei und die letzte Woche nicht zu verswenden  fuhr mich die Familie zum Norden. Dort wo man eine einzigartige Landschaft findet. Eine riesige Savanne . Der Outback, wo das Leben für Menschen fast unmöglich ist. Nur wenige Europäer konnten hier überleben als sie vor mehr als hundert Jahren einwanderten. Trotzdem lebten Aborigines Jahrhunderte lang auf diesem flachen Ländern.
Jetzt sind das einzige wirklich Australische, dass man dort noch finden kann die Kängurus und Emus. Als ich es sah, erfuhr ich die Wahrheit dieses landes. Die australische Küste ist ein Paradies. Nachkommen von Engländern,Iren, Deutschen, Griechen, Italienern usw. bilden eine perfekte Gesellschaft in der sich alle respektieren und die traumvolle Natur geniessen . Diese Beschreibung ändert sich wenn man die Küste verlässt. Die unbewohte  Täler waren vor 150 Jahren magische Orte, wo ganze Tribus ihre Feste feierten und was ist mit denen passiert?
Man muss sagen, dass das jetzige Australien zu bilden nichts einfaches war. Am Anfang sollten Weissen, die einzigen Einwoner sein. Deshalb sollten Aborigines vernichtet werden. So ging es weiter bis die Menschen Rechte auch in dieser Insel eingeführt wurden. Ihr leben hat sich verbessert, aber sie werden die Geschichte nie vergessen.
Nur 517.000 haben überlebt, das heisst ein 2,3% der Bevölkerung. Heutzutage können wir es nicht glauben, dennoch hat ganz Australien bis vor einer kurzen Zeit nur ihnen gehört.

Die Welt verändert sich immer schneller. Oft führt das nur zu sehr possitiven  Änderungen, doch es ist nicht immer so und das kann man, meiner Meinung nach, in diesem Fall gut erkennen. Australien ist die Insel der Surfwettbewerbungen geworden, ihre Konflikte ohne ausgelöst zu haben. Während sich eine Gruppe freut, müssen andere weiter leiden. Sowas ist auch in anderen Ländern passiert. Wie zum Beispiel; in Kanada mit den Inuits, in der U.S.A mit den Indianern und in den meisten Ländern Südamerikas.
Wir sind nicht die ersten, die solche Länder mögen, aber wir sollten auch nicht die letzten sein.
Sind wir nicht die Generation, die eine Lösung für diese Probleme finden kann?

4 Responses to “Ist Australien noch ein “Dreamland” ?”

  1. naujokat3c3s says:

    Hallo,
    Dein toller Artikel hat mich zum Nachdenken angeregt. Hier die Zusammenfassung davon:
    Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass wir als junge Generation etwas bewegen sollten und auch können. Was in der Vergangenheit passiert ist, können wir leider nicht wieder rückgängig machen. Auch können wir die Ureinwohner (z.B. die Aborigines aus Australien) nicht mit Geld entschädigen, da kein Geld der Welt ausreicht um diesen Verlust wiedergutzumachen. Stattdessen könnten wir sie aber noch mehr respektieren und teilweise auch in Ruhe lassen, damit sie ihre Kultur von früher weiterleben können. Zum Beispiel wurden die Indianer in Amerika zu der jetzigen Zivilisation gezwungen. Freiwillig hätten sie sich sicher nicht entschlossen in Häusern zu leben und ihre Traditionen in der Wildnis aufzugeben. Aus diesem Grund sollten wir versuchen den Ureinwohnern in ihren Ländern wieder mehr Freiheiten zu geben und sie von einschränkenden Gesetzen zu befreien, damit zum Beispiel die Indianer auch außerhalb der Reservate einfacher leben können.
    Viele Grüße aus Buxtehude!
    Clara

  2. Peters A says:

    Dein Artikel ist sehr gelungen. Du gehst besonders auf Australien und deren Probleme aber auch Vorzüge ein. Wie zum Ende hin erwähnst, gibt es viele Beispiele für solche Länder. Ich finde es nicht fair, dass Menschen ermordet werden, damit andere Menschen davon profitieren.
    Heutzutage sollten wir uns allerdings an der Schönheit des Landes erfreuen und die Ureinwohner besonders respektieren und auch bewundern. Ich denke, dass wir die Generation sind, die eine Lösung für solche Probleme finden kann und muss. Wir müssen dafür sorgen, dass die Ureinwohner jeglicher Länder sich nicht länger benachteiligt fühlen und dies kann man meiner Meinung nach am besten durch internationlen Austausch fördern.

  3. ie Welt verändert sich immer schneller. Oft führt das nur zu sehr possitiven Änderungen, doch es ist nicht immer so und das kann man, meiner Meinung nach, in diesem Fall gut erkennen. Australien ist die Insel der Surfwettbewerbungen geworden, ihre Konflikte ohne ausgelöst zu haben. Während sich eine Gruppe freut, müssen andere weiter leiden. Sowas ist auch in anderen Ländern passiert. Wie zum Beispiel; in Kanada mit den Inuits, in der U.S.A mit den Indianern und in den meisten Ländern Südamerikas.
    Wir sind nicht die ersten, die solche Länder mögen, aber wir sollten auch nicht die letzten sein.
    Sind wir nicht die Generation, die eine Lösung für diese Probleme finden kann?